In Unterägeri übernehmen ein Jäger und eine Lehrerin das Zepter

Der neue Ehrenbadjöggel und die Narrenmutter von Wylägeri sind aus unterschiedlichem Holz geschnitzt.

Martin Mühlebach
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Hunderte Menschen, darunter auch eine Delegation der Narrenzunft des deutschen Kleinstädtchens Hornberg, waren am Samstag, 11. Januar, auf den Dorfplatz in Unterägeri gekommen, um der Inthronisation von Felix I. Iten mitzuerleben. An der diesjährigen Fasnacht wird er vom neuen Repräsentantenpaar bestehend aus Ehrenbadjöggel Ruedi Iten und Narrenmutter Svenja Iten begleitet, die nicht mit ihm verwandt ist. Die Unterägerer Guggen Möschtliblöser und Turiclub, die Nüssler und der Badjöggel umrahmten die Inthronisation mit kakofonischen Klängen und ausgelassenen Tänzen. Sie und der Narr Corné Wickihalter, der mit einem witzig-humorvoll vorgetragenen Rückblick übers vergangene Jahr Beifall heischte, sorgten für eine frohe, ausgelassene Stimmung.

Dann vollzog Beat Iten, der Vizepräsident des Unterägerer Gemeinderates, die Inthronisation. Mit der Verleihung der Insignien Kette und Stab, übertrug er Felix I., seines Zeichens Narrenvater und Präsident der Wylägerer Fasnachtsgesellschaft, die bis zum Aschermittwoch andauernde Regentschaft über den Hauptort des Ägeritals. Eine Regentschaft, die er zusammen mit dem Repräsentantenpaar Ehrenbadjöggel Ruedi Iten, genannt «Wösch Rüedel», und Narrenmutter Svenja Iten ausüben wird.

Das Fasnachtsvirus als ideale Ergänzung

Ruedi Iten, der vor rund 25 Jahren als Wagenbauer der Wylägerer Fasnachtsgesellschaft beitrat, in den letzten acht Jahren mit seiner Familie als Papa Schlumpf, verriet unserer Zeitung: «Die für mich am 27. April 2019 unerwartete Ernennung zum Ehrenbadjöggel erfüllt mich mit Freude und Stolz. Unter dem Motto ‹Badjöggels Festplatz› werden Narrenmutter Svenja Iten und ich dafür sorgen, dass Unterägeri in den nächsten Tagen vom Fasnachtsvirus befallen wird, der von vielen feuchtfröhlichen Stunden und vom Umzug am Sonntag, 23. Februar, geprägt sein wird.»

Der Wylägerer Pressechef Dominik Iten hat einen Steckbrief verfasst, aus dem zu entnehmen ist, dass der Ehrenbadjöggel und die Narrenmutter aus unterschiedlichem Holz geschnitzt sind. Der urchige und passionierte Jäger Ruedi Iten, der mit seinem Bruder ein Kran- und Transportunternehmen betreibt, mag Bier, Kafi Chrüter und einen dicken Stumpen, während die sportliche Lehrerin Svenja Iten Wasser, Gin Tonic und einen Schnupf bevorzugt. Beide tragen trotz den unterschiedlichen Interessen und Vorlieben seit vielen Jahren das Fasnachtsvirus in sich – und das ist eine ideale Ergänzung, die im fasnächtlichen Treiben für Stimmung sorgen wird.

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