Uri und Schwyz
Axenstrasse nach Sperrung wieder geöffnet – Spezialisten konnten Gesteinsbrocken lösen

Zwischen Flüelen und Abzweigung Morschach war die Strasse vorübergehend wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt. Die Züge der SBB konnten die Strecke weiterhin befahren.

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Die Axenstrasse ist gesperrt. Es gibt eine weiträumige Umleitung ab Flüelen.

Die Axenstrasse ist gesperrt. Es gibt eine weiträumige Umleitung ab Flüelen.

Bild: Urs Hanhart (Flüelen, 3. Februar 2021)

(zfo) Seit Mittwochmorgen ist die Axenstrasse gesperrt. Die Meldung eines drohenden Steinschlages im Bereich Buggital kam kurz vor 11 Uhr rein, schreibt die Urner Kantonspolizei in einer Mitteilung. Folglich wurde die Axenstrasse umgehend gesperrt und die Fahrzeuge mussten wenden. Es gab einigen Rückstau.

Kurz nach der Sperrung steckten viele Autos auf der Axenstrasse im Stau fest.

Kurz nach der Sperrung steckten viele Autos auf der Axenstrasse im Stau fest.

Bild: Leserreporter

Mittlerweile ist die Lage vor Ort durch Fachspezialisten beurteilt worden, schreibt das Bundesamt für Strassen (Astra) in einer Mitteilung vom Nachmittag. «Rund 150 Meter oberhalb der Axenstrasse sind zwei Felsbrocken lose, die abzustürzen drohen», so das Astra. Erste Abrisse haben bereits stattgefunden und die rund 40 Tonnen lösen sich mit einer Geschwindigkeit von rund eineinhalb Zentimeter pro Stunde.

Die Felsbrocken befinden sich unterhalb einer Hochspannungsleitung. Aus diesem Grund sei eine Sprengung nicht möglich. Am Mittwochabend teilt das Astra mit:

«Die Spezialisten haben versucht, das Gestein manuell zu lösen. Dabei hat sich der grosse Felsbrocken in zwei Teile geteilt. Einer befindet sich noch an der Ausbruchstelle, der andere ist wenige Meter unterhalb instabil liegen geblieben. Aufgrund der eintretenden Dunkelheit und aus Sicherheitsgründen mussten die Arbeiten unterbrochen werden. Morgen Donnerstag, 4. Februar 2021, werden die Arbeiten ab 7.30 Uhr fortgesetzt.»

Viasuisse meldete am Mittwochabend, dass die Strasse noch bis mindestens Donnerstag, 12 Uhr, in beide Richtungen gesperrt bleibt.

Züge der SBB können weiterhin fahren

Die Wiedereröffnung der Axenstrasse hängt vom Zeitpunkt des Absturzes wie auch von einem allfälligen Schaden an der Nationalstrasse ab. Siedlungen seien vom Felsabbruch nicht betroffen, der Weg der Schweiz ist jedoch ebenfalls gesperrt.

Sichergestellt sind die Zufahrten aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte und aus Richtung Nord nach Sisikon und Riemenstalden. Auch die SBB verkehrt weiter, da ihr Trassee in diesem Bereich durch einen Tunnel verläuft.

Polizisten beim Kreisel in Flüelen.

Polizisten beim Kreisel in Flüelen.

Bild: Urs Hanhart (Flüelen, 3. Februar 2021)

Eine Umleitung führt Verkehrsteilnehmer via Seelisbergtunnel und Luzern zu ihrem Ziel. Im Einsatz stehen das Amt für Betrieb Nationalstrassen, Spezialisten des Bundesamts für Strassen, ein privater Sicherheitsdienst, die Kantonspolizei Schwyz sowie die Kantonspolizei Uri.

Vor dem Wolfsprung staut sich der Verkehr.

Vor dem Wolfsprung staut sich der Verkehr.

Bild: Webcam AfBN
Sichergestellt sind die Zufahrten aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte und aus Richtung Nord nach Sisikon und Riemenstalden. Hier der gesperrte Umfahrungstunnel in Flüelen.

Sichergestellt sind die Zufahrten aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte und aus Richtung Nord nach Sisikon und Riemenstalden. Hier der gesperrte Umfahrungstunnel in Flüelen.

Bild: Urs Hanhart (Flüelen, 3. Februar 2021)

Bild: TCS

In einer ersten Meldung wurde darüber berichtet, dass es einen Erdrutsch gegeben hat, nachdem diese TSC-Meldung (Bild oben) von der Verkehrszentrale der Urner Polizei bestätigt worden ist.

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