Schweizer Fernsehen zeigt einen Dok-Film über «Bagger-Otti»

Mit dem Zweiteiler «Böse Wasser» greift der Luzerner Dokumentarfilmer Beat Bieri die Geschichte von Bauer Peter Ott aus Schwarzenberg auf. Dieser wollte den Bach bei seinem Hof zähmen und geriet so in einen Zwist mit den Behörden.

Sandra Monika Ziegler
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Landwirt Peter Ott steht auf dem Schwarzenberg in der Nähe seines Bauernhofs mit Blick auf die Schlucht mit dem Giessbach. Bild: PD

Landwirt Peter Ott steht auf dem Schwarzenberg in der Nähe seines Bauernhofs mit Blick auf die Schlucht mit dem Giessbach. Bild: PD

Der Giessbach markiert über 600 Meter die Grenze zum Land von Bergbauer Peter Ott. Das Land will er schützen, denn führt der Bach Geschiebe und Geröll, wird es geflutet und zerstört. Deshalb zähmt er den Bach. Der Kanton mache dies aus finanziellen Gründen nicht, so Ott.

Sein Einsatz sei illegal, so die Behörden. Bauer Ott war deshalb schon im Gefängnis. Der Streit dauert nun über 30 Jahre und ist begleitet von Polizeieinsätzen, Bussen und mehrmaligen Beschlagnahmungen von Bagger und Motorsägen. Der heute 78-jährige Bauer Ott gibt aber nicht auf und kämpft weiter. Mit dem Zweiteiler «Böse Wasser» greift der Luzerner Dokumentarfilmer Beat Bieri das Thema auf. Ein Teil ist Bauer Ott und dem Giessbach gewidmet.

Beat Bieri sagt zum 30-Jahre-Streit: «Es ist ein Versagen der Vernunft. Es gelang nicht, eine Lösung zu finden um das legitime Bedürfnis des Bergbauern, sich vor Landverlust zu schützen, sowie den Anspruch des Staates auf Durchsetzung seiner Regeln unter einen Hut zu bringen.»

Hinweis: «Böses Wasser» läuft im SRF 1 am Sonntag 23. Juni um 22.25 Uhr.

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