Ballwiler stellen sich gegen Grossüberbauung

An der Gemeindeversammlung vom Montagabend hat die geplante Umzonung beim ehemaligen Belimed-Areal für grosse Diskussionen gesorgt. Ein Antrag für die Redimensionierung wurde gutgeheissen.

Niels Jost
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An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung haben am Montagabend 147 Stimmbürger über die Gesamtrevision der Ortsplanung abgestimmt. Diese wurde in der Schlussabstimmung einstimmig angenommen. Ein Antrag, die Abstimmung geheim durchzuführen, wurde später wieder zurückgezogen

Für grosse Diskussionen sorgte die Umzonung beim ehemaligen Belimed-Areal neben dem Bahnhof, dank der eine Überbauung mit acht Häusern entstehen kann. Kritisiert wurde die Gebäudehöhe. Ein Antrag, die Dimensionen zu reduzieren, wurde mit 73 zu 65 Stimmen angenommen. Damit muss die Überbauung kleiner werden.

Wohnbaugenossenschaft: Einsprache gutgeheissen.

Für viele Voten sorgten zudem zwei der drei noch zu begleichenden Einsprachen. Jene der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft (WBG) Ballwil wurde gegen den Willen des Gemeinderats mit 91 zu 34 Stimmen gutgeheissen. WBG-Präsident Hans Kurmann plädierte dafür, elf Parzellen der Genossenschaft statt in die Wohnzone B in die Wohnzone A umzuzonen. Damit habe man mehr Spielraum bei einem allfälligen Ausbau. Insbesondere könne man gleich hoch bauen wie die umliegenden Gebiete.

Diskutiert wurde ebenso die Einsprache von Alt-Gemeindepräsident Hans Moos und seiner Frau. Sie wollten die Ortsbildschutzzone im Weiler Gibelflüh nicht aufheben lassen. Die Bürger wiesen die Einsprache aber mit 88 zu 33 Stimmen ab. Grossmehrheitlich abgelehnt wurde zudem die Einsprache von WWF Luzern/Schweiz sowie von Birdlife Luzern zum Haslimoos.

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