Extremismus
Terroristen nehmen Kleinstadt in Mosambik ein – Hunderte fliehen

Terroristen haben eine Kleinstadt in der ölreichen Provinz Cabo Delago im Nordosten Mosambiks eingenommen. Hunderte Menschen sind geflohen.

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(dpa) Hunderte Bewohner seien geflohen und eine unbekannte Zahl an Menschen getötet worden, sagte Adriano Nuvunga vom Zentrum für Demokratie und Entwicklung der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei sei aufgrund der seit Donnerstag anhaltenden Gewalt nicht in der Lage gewesen, den Ort zu erreichen. Wer hinter dem Angriff steht, war zunächst unklar.

Felisberto Chivinzane, ein Bewohner von Palma, der vor dem Angriff fliehen konnte, sagte der dpa, der Ort sei «vollständig zerstört» worden. Demnach seien Banken und Geldautomaten mit Sprengstoff angegriffen und Militärkasernen und Gesundheitseinrichtungen zerstört worden. Die Regierung in Mosambik äusserte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

Die Vereinigten Staaten verurteilten die Terroranschläge und die Gewalt gegen Zivilisten in der Provinz Cabo Delgado scharf. «Die Angriffe zeigen eine völlige Missachtung der Bevölkerung, die unter der brutalen und wahllosen Taktik der Terroristen enorm gelitten hat», teilte Regierungssprecher Ned Price mit.

Die Bevölkerung in der ölreichen Provinz Cabo Delago leidet seit drei Jahren unter brutalen Angriffen in einem schwelenden Konflikt, der schätzungsweise 2000 Menschenleben gekostet hat.

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