Corona
21 Infizierte in Rothenburger Pflegeheim Fläckematte

Entdeckt wurden die Infektionen nach einer flächendeckenden Testung bei Personal und Bewohnenden. Schwer erkrankt ist niemand.

Beatrice Vogel
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Das Pflegeheim Fläckematte hat die Pandemie bisher gut gemeistert. Bis Anfang April verzeichnete es nur einen einzigen Fall. Nun ist es zu einem grösseren Ausbruch gekommen. 14 Mitarbeitende und 7 Bewohnende haben sich mit dem Coronavirus infiziert. «Von ihnen ist zum Glück niemand schwer erkrankt, die meisten zeigen keine oder nur leichte Symptome», sagt Esther Bieri, Geschäftsführerin der Fläckematte. Alle Betroffenen befinden sich in Isolation.

Das Alters- und Pflegeheim Fläckematte in Rothenburg.

Das Alters- und Pflegeheim Fläckematte in Rothenburg.

Bild: Pius Amrein
(12. Oktober 2018)

Der erste Fall ist am 24. April aufgetreten: Eine ungeimpfte Bewohnerin wurde positiv getestet. Über wen sie sich angesteckt hat, ist unklar. Sofort habe man das direkte Umfeld getestet. «Als dann eine geimpfte Person positiv getestet wurde, haben wir die ganze Belegschaft und alle Bewohnenden getestet», so Bieri. Das war am Dienstag. Nächste Woche werde nochmals an zwei Tagen «durchgetestet», für den Fall, dass es noch unentdeckte Infektionen gibt.

Personal-Ersatz aus anderen Heimen

Durch die ausfallenden Pflegenden sei keine Überlastung des Personals zu befürchten, betont Esther Bieri. «Wir erhalten Ersatz aus Heimen, die weniger ausgelastet sind, die Dienstpläne sind gedeckt.» Allerdings sei der Aufwand für das Personal wegen die Isolation der infizierten Bewohnenden grösser – um eine Verschleppung zu verhindern, muss die Schutzkleidung nach jedem Betreten eines Isolationszimmers gewechselt werden. «Und natürlich ist die Isolation für die Betroffenen belastend», so Bieri. Besuche von nicht-infizierten Bewohnenden sind derzeit nur im Garten unter Einhaltung der Schutzmassnahmen möglich.

Laut Esther Bieri sind in der Fläckematte bisher 80 Prozent der Bewohnenden zweimal, 58 Prozent der Pflegenden mindestens einmal geimpft worden. Von den 7 infizierten Bewohnenden sind 5 mit dem Pfizer-Impfstoff geimpft, von den 14 Mitarbeitenden keine. «Wir versuchen alle Pflegenden von der Impfung zu überzeugen. Sie können sich weiterhin dafür anmelden», sagt Bieri. «Leider halten sich nach wie vor Falschmeldungen.» Etwa die Befürchtung, dass die Impfung einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben könne.

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