Abstimmung
Realp sagt Ja zum Burkaverbot

Zweimal Ja, einmal Nein: Das ist das Resultat der eidgenössischen Abstimmung in Realp. Hier finden Sie alle Details zu den Ergebnissen in der Gemeinde.

Merken
Drucken
Teilen
So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Realp zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Realp zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

(chm)

In der Gemeinde Realp hat es ein Ja gegeben zum Verhüllungsverbot. 58.9 Prozent befürworteten die Vorlage. 33 Stimmende legten ein Ja ein, 23 ein Nein. Mit einem fast identischen Ja-Stimmenanteil von 58.8 Prozent hiess auch der Kanton Uri die Vorlage gut. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 51.2 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 53 Prozent Nein zum Verhüllungsverbot, in den ländlichen gab es 59 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 55 Prozent Ja. Realp zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 50.2 Prozent Ja zum Verhüllungsverbot, in der Romandie hiess es 53 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 60 Prozent Ja. Die Gemeinde Realp stimmte somit deutlich stärker zu als ihre Sprachregion.

Im Vergleich zur Abstimmung über ein Minarettverbot, das sich ebenfalls gegen ein muslimisches Symbol richtete, hat Realp numn beim Burkaverbot eine andere Haltung eingenommen. 2009 hatte die Gemeinde mit 52.6 Prozent Nein gestimmt. Jetzt gab es ein Ja. Der Umschwung beträgt 11.6 Prozentpunkte. Die Anti-Minarettinitiative aus SVP-nahen Kreisen war in der Schweiz im November 2009 mit 57.5 Prozent Ja-Stimmen befürwortet worden.

Eine einzige Stimme gab in Realp beim E-ID-Gesetz den Ausschlag

Eine einzige Stimme hat in Realp den Ausschlag gegeben beim E-ID-Gesetz. 28 Personen sagten Ja, 29 stimmten Nein. Somit lehnte die Gemeinde die Vorlage ab. Das Resultat war schweizweit eines der knappsten beim E-ID-Gesetz. Der Stimmenunterschied war der zweitgeringste bei der Vorlage unter allen Gemeinden im Land. Noch wuchtiger verwarf der Kanton Uri die Vorlage, nämlich mit 63.8 Prozent Nein. In der Schweiz lautete das Ergebnis 64.4 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 65 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in den ländlichen gab es 64 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 63 Prozent Nein. Eine klare Mehrheit der ländlichen Gemeinden wie Realp haben das E-ID-Gesetz abgelehnt. Rund 97 Prozent dieser Gemeinden lehnten die Vorlage ab.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in der Romandie hiess es 68 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 56 Prozent Nein.

Mehrheit für Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien

Die knappe Mehrheit der Abstimmenden in Realp hat zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien Ja gestimmt. Mit einem Ja-Anteil von 54.4 Prozent befürwortet die Gemeinde die Vorlage. 31 Personen stimmten Ja, 26 stimmten Nein. Mit einem ähnlichen Ja-Stimmenanteil von 55.5 Prozent hiess auch der Kanton Uri die Vorlage gut. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 51.6 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 52 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in den ländlichen gab es 51.5 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Realp zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land.

Beim Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 16 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 56 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 51 Prozent Ja. Die Zustimmung in Gemeinde Realp fiel somit ähnlich aus wie in der Deutschschweiz.

Mit 52.4 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Realp deutlich höher als im Kanton Uri (43.4 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 51.2 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.