Gemeinden im Abstimmungsvergleich
Doppleschwand hat eine der tiefsten Siegquoten im Kanton Luzern

Eine Analyse aller Eidgenössischen Abstimmungen seit 1990 zeigt: Im kantonalen Vergleich nimmt Doppleschwand eine besondere Rolle ein.

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Hier steht Doppleschwand im Vergleich: Jeder Punkt in der Punktewolke ist eine Schweizer Gemeinde, angeordnet von der tiefsten (links) zur höchsten Übereinstimmung ihres Abstimmungsresultats mit dem des Schweizer Stimmvolks. Die Wolkenhöhe gibt an, wie viele Gemeinden eine gleiche Übereinstimmung aufweisen.

Hier steht Doppleschwand im Vergleich: Jeder Punkt in der Punktewolke ist eine Schweizer Gemeinde, angeordnet von der tiefsten (links) zur höchsten Übereinstimmung ihres Abstimmungsresultats mit dem des Schweizer Stimmvolks. Die Wolkenhöhe gibt an, wie viele Gemeinden eine gleiche Übereinstimmung aufweisen.

(chm)

In 211 von 283 Abstimmungen seit 1990 stimmte Doppleschwand wie das Schweizer Stimmvolk und siegte somit. Das entspricht einer Siegquote von 74.6 Prozent. Kantonsweit ist Doppleschwand damit die Gemeinde, die am vierthäufigsten anders abstimmt als die Schweiz.

Nach den tiefsten Siegquoten geordnet bedeutet das Rang 197 (zusammen mit elf weiteren Gemeinden) unter allen Schweizer Gemeinden.

Am meisten Abstimmungen gewinnt Langenthal (96.1 Prozent). Nur gerade elfmal seit 1990 hat die Berner Gemeinde anders als die Schweiz als Gesamtes abgestimmt. Am häufigsten auf der Verliererseite steht derweil Campo (Vallemaggia) im Tessin. Das Dorf stimmte 117 Mal anders als die Schweiz, was einer Siegquote von 58.7 Prozent entspricht.

Ein Spezialfall bildet Doppleschwand darin, dass die Gemeinde in ihrem Abstimmungsresultat im Schnitt markant abweicht vom nationalen Resultat. Seit 1990 betrug die Differenz durchschnittlich 14.3 Prozentpunkte. Das ist einer der höchsten Werte schweizweit (Rang 73 von rund 2200 Gemeinden).

Doppleschwand hat zudem eine interessante Entwicklung durchgemacht: Über die Jahre hat ihre Siegquote deutlich abgenommen. Zwischen 1990 und 2004 gewann die Gemeinde deutlich mehr Urnengänge als in den 15 Jahren bis 2020. Die Siegquote sank um 11.9 Prozentpunkte (von 79.6 Prozent der Urnengänge auf 67.8 Prozent).

Bei praktisch jeder Abstimmung gibt der Bundesrat eine Empfehlung ab, wobei er dabei seit 2009 an den Entscheid des Parlaments gebunden ist. Doppleschwand ist dieser Empfehlung seit 1990 in 68.7 Prozent der Abstimmungen gefolgt. Die durchschnittliche Gemeinde folgt dem Bundesrat in ungefähr drei von vier Abstimmungen (73.4 Prozent).

Von allen grösseren Parteien folgt Doppleschwand am häufigsten der SVP. In 81.1 Prozent der Abstimmungen entschieden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde wie es die Partei empfohlen hatte. Es folgen - mit einigem Abstand - die FDP (71.1 Prozent) und die CVP (69.4 Prozent).

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Hinweise: Für die Analyse sind 283 Abstimmungen von 1990 bis September 2020 ausgewertet worden. Die Daten stammen vom Bundesamt für Statistik (Abstimmungsresultate auf Gemeindeebene) sowie vom Projekt Swissvotes der Universität Bern (Parolen von Parteien und Organisationen sowie Abstimmungsempfehlungen von Bundesrat und Parlament). Stand bei den Gemeinden ist 2020. Bei Gemeindefusionen hat das BFS die Resultate der fusionierten Gemeinden zusammengezählt.

Gewonnen (respektive verloren) bedeutet im Kontext der Abstimmungen, dass eine Gemeinde gleich (resp. anders) abgestimmt hat als die Mehrheit des Schweizer Stimmvolks. Beim Vergleich von Gemeinderesultaten und Parolen/Abstimmungsempfehlungen wurden nur Abstimmungen berücksichtigt, bei denen eine Institution ein Ja oder Nein empfohlen hat; Stimmfreigabe oder nicht gefasste/unbekannte Parolen wurden ausgeschlossen. Für die Parteiparole wurde jeweils die Empfehlung der nationalen Mutterpartei berücksichtigt. Bei Ranggleichheit unter Gemeinden wird der tiefste Rang angegeben.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.