Sprachenstreit

Zweisprachige Ortsnamen: Bahnunternehmen prüfen Lösungen

Kerzers oder Chiètres? Ortsbezeichnungen führen zu roten Köpfen (Archiv)

Kerzers oder Chiètres? Ortsbezeichnungen führen zu roten Köpfen (Archiv)

Mit dem Wegfall zweisprachiger Ortsbezeichnungen bei Zugsdurchsagen haben SBB und BLS jüngst die Anhänger der Zweisprachigkeit erbost. Nun prüfen die Bahnen mögliche Lösungen.

Seit dem Fahrplanwechsel hiess es bei den Ansagen etwa: "Wir treffen in Fribourg ein", die deutsche Bezeichnung Freiburg war passé. Ein ähnliches Schicksal ereilte unter anderem auch die französisch Bezeichnung "Morat" für Murten.

Der Freiburger Staatsrat Beat Vonlanthen suchte daraufhin das Gespräch mit SBB-Chef Andreas Meyer und BLS-Chef Bernard Guillelmon, wie die Freiburger Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Zahlreiche erboste Bürger hatten den Behörden gegenüber nämlich ihren Unmut kundgetan.

Tatsächlich habe Meyer mit Vonlanthen ein Gespräch geführt, sagte SBB-Sprecher Roman Marti am Donnerstagabend auf Anfrage. Die Bahn werde mögliche Lösungen suchen und prüfen. Ein Entscheid sei aber noch nicht gefallen, betonte Marti.

Die Freiburger Staatskanzlei formuliert den Sachverhalt etwas offensiver und spricht davon, dass die Bahnunternehmen auf die bisherige Praxis zurückkommen wollten.

"Die beiden obersten Chefs von SBB und BLS "werden sich dafür einsetzen, dass sobald wie möglich die deutsche Ansage des Bahnhofs Freiburg in Zukunft wieder auf Deutsch erfolgt und die französische Ansage des Bahnhofs Murten wieder auf Französisch", heisst es in der Mitteilung.

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