36,4 Prozent der Befragten gaben diese Vergehen in der Studie zu, die in der Deutschschweiz durchgeführt und am Dienstag veröffentlicht wurde. Insgesamt gestanden 64 Prozent Fehlverhalten, während 83 Prozent angaben, in den vergangenen zwölf Monaten Zeuge einer Unregelmässigkeit gewesen zu sein.

Ein Viertel der 428 Umfrageteilnehmer gab zu, innerhalb eines Interessenskonflikts Verwandte oder Freunde begünstigt oder private Interessen in den Vordergrund gestellt zu haben. Fast jeder Zehnte hat gegen die Auflage verstossen, Dokumente aufbewahren zu müssen. 8,6 Prozent tricksten Kontrollsysteme in der Informatik aus.

5,4 Prozent sagten, dass sie die Privatsphäre der Mitarbeiter verletzt hätten. Allerdings haben über ein Fünftel das Gefühl, dass dies an ihrem Arbeitsplatz vorgekommen ist. 4,9 Prozent gaben an, dass sie bei den Arbeitszeiten schummelten, die Spesenabrechung frisierten, Material klauten, oder Geld abzweigten.

4 Prozent missbrauchten vertrauliche Informationen, während 2,6 Prozent Finanzdaten fälschten. Nur einer von hundert Befragten gab an, unerlaubt Informationen an Investoren weitergeleitet oder gegen Insidervorschriften verstossen zu haben.

Anreiz zum Fehlverhalten geben laut KPMG das schlechte Vorbild von Kollegen und besonders die Machenschaften von Vorgesetzten. Zudem betrügen eher jene Mitarbeiter, die um ihren Job fürchten. Auch der Groll über die Lohnsituation oder Enttäuschungen bei Beförderungen können die Neigung zur Wirtschaftskriminalität verstärken.