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Zwangsvollstreckungen vor US-Gericht - Urteil gegen Wells Fargo

Wells Fargo in San Francisco (Archiv)

Wells Fargo in San Francisco (Archiv)

Die US-Bankenbranche könnte von der Finanzkrise erneut eingeholt werden. Im Streit mit Hausbesitzern über Zwangsvollstreckungen erlitten die Institute Wells Fargo und U.S. Bancorp am Freitag vor dem obersten Gerichtshof des Staates Massachusetts eine Niederlage, die weitreichende Folgen haben könnte.

Wie aus dem einstimmig getroffenen Urteil hervorgeht, konnten die Unternehmen in den beiden Fällen nicht nachweisen, dass sie zum Zeitpunkt der Zwangsvollstreckungen Inhaber der Hypotheken waren. Das Urteil könnte sich auf Zwangsvollstreckungen in den ganzen USA auswirken. Auch die Bündelung und der Weiterverkauf von Hypotheken an Investoren könnte infrage stehen.

Der Kurs der Wells-Fargo-Aktien gab am Nachmittag (Ortszeit) um 3,3 Prozent nach. Mit U.S. Bancorp ging es 1,1 Prozent bergab. Auch die Papiere anderer Institute gaben nach und zogen den Markt ins Minus.

Über ähnliche Fälle müssen Gerichte in mehreren anderen Staaten entscheiden. Zudem untersuchen die Behörden, ob Kreditinstitute zahlungsunfähige Schuldner unrechtmässig um ihre Immobilien bringen.

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