Obergerlafingen

Zusammenarbeit soll verstärkt werden

Grosser Posten: Die Investitionen ins neue Feuerwehrmagazin fallen im Obergerlafinger Budget ins Gewicht. Illustration: zvg

Grosser Posten

Grosser Posten: Die Investitionen ins neue Feuerwehrmagazin fallen im Obergerlafinger Budget ins Gewicht. Illustration: zvg

Der Gemeinderat Obergerlafingen diskutierte zum ersten Mal über das Budget 2010. Mit einem Aufwandüberschuss von rund 350 000 Franken liegt die Gemeinde im Moment noch deutlich unter dem Budget 2009.

Lea Reimann

«Im Budget 2010 liegen wir aufwandmässig sowohl unter dem Voranschlag 2009 als auch unter der Rechnung 2008», erklärte der Gemeindepräsident Beat Muralt am Mittwochabend. Das sei etwas merkwürdig, doch es sei gut möglich, dass sich dies im Verlauf der weiteren Budgetberatung noch ändere. Auf der Investitionsrechnung fällt mit 140 000 Franken vor allem die Belagsanierung der Bolackerstrasse ins Gewicht.

Der Rat war sich aber einig, dass sich diese Sanierung nicht mehr hinausschieben lässt. «Da können wir nicht anders», so der Gemeindepräsident. Ein weiterer grosser Betrag ist jener von 154 000 Franken an das neue Feuerwehrmagazin «Feuer und Flamme».

In kurzer Zeit zertifiziert

Die Nettoinvestitionen belaufen sich damit voraussichtlich auf rund 290 000 Franken. Noch nicht enthalten ist ein Betrag für einen eventuell nötigen Container, der als Asylunterkunft genutzt würde. Der Kanton hat zwar noch nicht bekannt gegeben, ob Obergerlafingen neue Asylanten aufnehmen müsse, doch es sei nötig, einen Betrag dafür einzuplanen.

Man will noch nicht handeln, müsse aber im Rahmen der Planung einen Betrag ins Budget aufnehmen, damit man für eine allfällige Anschaffung eines Containers bereit wäre. Bevor ein Betrag dafür festgelegt wird, soll jedoch eine Zusammenarbeit mit Recherswil in Betracht gezogen werden.

Angesprochen wurden auch die stets steigenden Kosten für die Spitex. Für Skepsis sorgte der Plan, dass ab 2010 auch Gerlafingen zum Spitexverein Kriegstetten und Umgebung gehören soll. Die Bevölkerungszahl des Gebietes würde sich damit etwa verdoppeln, was den Rat eher misstrauisch stimmt.

Im Weiteren hat der Gemeinderat anerkannt, dass die Schulleitung der Kreisprimarschule Recherswil/Obergerlafingen in kürzerster Zeit die Zertifizierung geschafft hat. Dies habe auch finanzielle Auswirkungen, erklärte Gemeinderätin Silvia Hess vom Ressort Bildung: «Als Geleitete Schule im Normalbetrieb erhalten wir vom Kanton 100 Prozent der Subventionen. Vorher waren es nur 60 Prozent.» Der Antrag des Kreisschulausschusses, das Pensum der Schulleitung von bisher 50 Prozent auf 60 Prozent zu erhöhen, wurde vertagt.

Die Angelegenheit lasse sich schlecht ohne den Einbezug der definitiven Einrichtung eines Schulsekretariates diskutieren. Dieses besteht nämlich noch nicht lange, und der Betrieb müsse sich zuerst einpendeln. Zudem falle wohl einiges an Aufwand weg, da die Zertifizierung nun erreicht sei. Das Thema soll unter anderen an einer gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeinderat Recherswil behandelt werden.

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