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Zur letzten Etappe beim Kiesabbau

Buchrain: Die Kieswerk Arch AG hofft, dass sie die dritte und letzte Abbauetappe schon bald in Angriff nehmen kann. (Bild: sl)

Kieswerk Arch AG

Buchrain: Die Kieswerk Arch AG hofft, dass sie die dritte und letzte Abbauetappe schon bald in Angriff nehmen kann. (Bild: sl)

Seit 1995 wird von der Kieswerk Arch AG am Buchrain Kies abgebaut. Die Überbauungsordnung für die dritte und letzte Abbauetappe liegt bis zum 20. Mai bei der Gemeindeverwaltung Arch zur Mitwirkung öffentlich auf. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich zum Projekt zu äussern.

Jürg Amsler

«Wir stossen bei der zweiten Abbauetappe nicht gerade auf Granit. Aber bevor wir verwertbares Material abbauen können, müssen 16 Meter abgedeckt werden. Das Kies, das dann zum Vorschein kommt, ist qualitativ nicht besonders gut. Dieser Abbau ist unrentabel.»

Martin Schwab, Verwaltungsratsmitglied und Geschäftsführer der Kieswerk Arch AG, wollte den Interessierten am Informationsabend über das Projekt Kiesabbau Buchrain, Freigabe 3. Etappe, im Gemeindezentrum keinen Sand in die Augen streuen: «Aus diesem Grund werden wir nur die Hälfte der bewilligten zweiten Etappe abbauen. Dafür wollen wir die möglichst rasch erwirken, dass die restlichen Kiesvorkommen vom Buchrain ins Kieswerk Schwobsberg befördert und dort verarbeitet werden können.»

Überbauungsordnung ist nötig

Ein erster Schritt dazu sei das bis zum 20. Mai laufende öffentliche Mitwirkungsverfahren für die dritte Abbauetappe. «Der Perimeter ist im bewilligten Abbaurichtplan bereits vorhanden. Was es jetzt noch braucht, ist eine rechtskräftige Überbauungsordnung. Diese besteht aus Überbbauungsvorschriften und -plan sowie einem Entwurf für einen Umweltverträglichkeitsbericht und einem technischen Bericht.»

Schwab zählte auf, was innerhalb der genannten Frist während der Schalteröffnungszeiten auf der Gemeindeverwaltung Arch eingesehen werden kann. Er präzisierte: «Es können jetzt lediglich Einwendungen und Anregungen schriftlich deponiert werden. Einsprachen gegen das Vorhaben sind erst im Herbst während der öffentlichen Auflage möglich.»

Kies für elf Jahre

Philippe Heimann vom Büro CSD, Ingenieure und Geologen AG, Liebefeld, nannte Details zum Projekt: «Die vorgesehene Abbaufläche liegt im Waldgebiet zwischen der gegenwärtigen Kiesgrube der zweiten Etappe, reicht ostwärts bis zur Bibernstrasse und umfasst rund 60 000 Quadratmeter.»

Die letzten 20 Meter bis zur Strasse blieben unangetastet, ergänzte Schwab und Heimann fuhr fort: «Es wird mit einem Abbauvolumen von rund 770 000 Kubikmetern gerechnet, was bei der gegenwärtigen Produktion für gut elf Jahre reichen würde.»

Wichtig sei zu wissen, dass an den bestehenden Transportrouten nichts ändern werde. «Der Lastwagenverkehr wird über die Zufahrtsstrasse westlich des Dorfes geleitet, das abgebaute Material über das Transportband vom Buchrain zum Kieswerk Schwobsberg.» Die Grube werde vollständig rekultiviert und wieder aufgeforstet.

Sofern während des Auflageverfahrens keine Einsprachen gegen das Projekt gemacht werden, «wird die Gemeindeversammlung im Dezember über dieses zu befinden haben», nannte Heimann weitere Eckdaten.

Öffentliche Mitwirkungsauflage Kiesabbau Buchrain, Freigabe Etappe 3, bis 20. Mai. Die Unterlagen können während der Schalteröffnungszeiten bei der Gemeindeverwaltung Arch, Unterdorfstrasse, eingesehen werden. Schriftliche Eingaben sind während der gleichen Frist zuhanden des Gemeinderates einzureichen.

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