Auto-Krise

Zukunft von Opel ungewiss - Magna liegt im Bieterwettstreit vorne

Unklare Zukunft von Opel

Unklare Zukunft von Opel

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna hat im Bieterwettstreit um Opel die besten Karten. Das wurde nach einem Spitzentreffen der deutschen Regierung mit den vier Regierungschefs der Bundesländer mit Opel-Standorten deutlich.

Zugleich wurde betont, dass noch keiner der drei Bieter aus dem Rennen sei. Eine Entscheidung soll nächste Woche fallen. Neben Magna haben auch der italienische Autobauer Fiat und der US-Finanzinvestor Ripplewood für Opel geboten.

Magna will alle vier Opel-Standorte in Deutschland halten, zugleich aber gut 2500 Stellen abbauen, die meisten davon in Bochum. Spitzenvertreter von Bund und Ländern kündigten deshalb weiteren Gesprächsbedarf an. Um Stellenstreichungen wird Opel wohl in keinem Fall herumkommen. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 25 000 Menschen.

Vize-Regierungssprecher Thomas Steg betonte, die Entscheidung über den künftigen Opel-Eigner werde letztlich in den USA getroffen. Die Zustimmung der Bundesregierung ist allerdings erforderlich, damit ein Investor Zugriff auf staatliche Garantien hat. Dies haben alle drei Interessenten gefordert.

"Magna hat ein interessantes Konzept vorgestellt, aber eines, das auch Fragen aufwirft", sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach einem Spitzentreffen von Regierungsvertretern und der Ministerpräsidenten der Opel-Länder im Kanzleramt.

Bis Montag sollen die noch offenen Fragen insbesondere im Magna-Konzept geklärt werden. Dann ist ein neues Spitzentreffen geplant. Die Zeit drängt vor allem deshalb, weil in den nächsten Tagen mit einer Insolvenz der Opel-Mutter General Motors gerechnet wird.

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