Dieser Schädling, der in der Schweiz letzten November erstmals auftauchte, verschlüsselt alle Dateien auf der Festplatte und auf angeschlossenen Datenträgern. Der Benutzer hat folglich keinen Zugriff mehr auf die Dateien. Die Opfer werden so zu Zahlungen erpresst.

Zu Erpressungen kommt es seit geraumer Zeit auch mit anderen Formen von Schadsoftware. In den letzten Jahren ist eine neue Variante der sogenannten Ransomware dazugekommen, wie dem aktuellen Melani-Halbjahresbericht 2013 zu entnehmen ist.

Dabei erscheint auf dem Bildschirm zum Beispiel die Mitteilung einer Polizeibehörde. Darin wird der Benutzer bezichtigt, auf seinem Computer befänden sich illegale Dateien. Um ein Strafverfahren abzuwenden, müsse er eine gewisse Summe überweisen.

Dass die Betrüger im Internet auf dem Vormarsch sind, zeigen auch die Ende März veröffentlichten Zahlen der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik). 2013 verzeichnete die Kobik mit 9208 Meldungen einen neuen Rekord, es gingen fast 1000 Meldungen mehr ein als im Vorjahr.