Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative könne das Wachstumspotenzial negativ beeinflussen, erklärte die UBS in der Medienmitteilung zu der am Dienstag publizierten Studie.

Einerseits könnten Spannungen mit der EU den europäischen Marktzugang einschränken. Stark betroffen wären Kantone, die einen bedeutenden Teil ihrer Wirtschaftsleistung in den EU-Raum exportieren, halten die Ökonomen der Grossbank fest.

Andererseits dürfte sich das Angebot an Arbeitskräften je nach Umsetzung der Kontingentierung limitieren und verteuern. Da in den Kantonen Tessin, Genf und Waadt die Beschäftigungszunahme der letzten Jahre stark durch Grenzgänger und Zuwanderer getrieben war, dürften diese Kantone laut UBS die Kontingentierung am meisten spüren.

Wachstumsdreieck in der Deutschschweiz

Aber auch die Tourismusbranche dürfte ohne günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, worunter insbesondere die Kantone Graubünden und Wallis leiden würden. Die beiden Bergkantone gehören vor dem Schlusslicht Jura unverändert zu den Kantonen mit der geringsten Wettbewerbsfähigkeit.

Vieles hängt laut UBS von der Umsetzung der Initiative ab. Dies gilt auch für die Unternehmenssteuerreform III, mit der auf Druck von EU und OECD Steuerprivilegien für Erträge im Ausland aufgehoben werden sollen.

Mit Blick auf die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit zeichnet sich gemäss der UBS-Studie "ein Wachstumsdreieck zwischen Basel, Zürich und der Zentralschweiz" ab. Für die Kantone in diesem Dreieck seien überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten von deutlich über 2 Prozent pro Jahr möglich.