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Zürich, Genf und New York sind die teuersten Städte der Welt

Teures Pflaster: In Zürich kommt Shopping am teuersten

Teures Pflaster: In Zürich kommt Shopping am teuersten

Zürich, Genf und New York sind die teuersten Städte der Welt. Am anderen Ende der Skala sind Kiew, Nairobi und Jakarta bei den Löhnen und der Kaufkraft die Schlusslichter, wie aus einer Studie der UBS hervorgeht.

Zürich, Genf und New York sind die teuersten Städte der Welt. Wegen der Aufwertung des Frankens und des Dollars haben sie die norwegische Hauptstadt Oslo überholt, die vor drei Jahren in der Erhebung der Grossbank UBS noch die teuerste Stadt der Welt war.

In Zürich, Genf und New York sind die Preise mehr als zweieinhalb Mal so hoch wie Bukarest, Sofia und Kiew, die das Schlusslicht der Rangliste bilden. Dies geht aus einer Studie der UBS hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Im Vergleich nicht enthalten sind allerdings die Wohnkosten. Wenn man die Mieten einberechne, sei New York die teuerste Stadt vor Zürich und Genf, sagte UBS-Chefökonom Schweiz Daniel Kalt vor den Medien in Zürich. "Das liegt an den extraorbitanten Mieten in New York."

Die Preisniveaus einschliesslich der Mieten zeige, wie stark sich die Mieten auf die monatlichen Ausgaben auswirkten. Gehe man von vergleichbaren Einkommen aus, müssten Einwohner von New York fast 8 Prozent mehr ihres Einkommens für ihre Wohnung bezahlen als Zürcher.

Zum Vergleich: In Honkong wird fast 16 Prozent mehr für Miete ausgegeben als in Zürich. Oslo, die beim letzten UBS-Vergleich im Jahr 2012 Spitzenreiterin gewesen war, ist auf Platz vier zurückgefallen.

Höchste Bruttolöhne in Zürich und Genf

Für die Auswertung wurde im vergangenen April in 71 Städten ein standardisierter Korb aus 122 Waren und Dienstleistungen sowie die Löhne verglichen. Dieser Korb beruht auf den monatlichen Konsumgewohnheiten einer dreiköpfigen europäischen Familie.

Die höchsten Bruttolöhne erhalten Arbeitnehmer in Zürich, Genf und Luxemburg. In Nairobi, Jakarta und Kiew, die die Schlusslichter der Rangliste bilden, verdienen Angestellte nur rund 5 Prozent des durchschnittlichen Bruttolohnes von Zürich.

Aber auch europäische Grossstädte sind weit abgeschlagen. So verdienen Menschen in Paris oder Rom nicht einmal die Hälfte von dem, was ein Zürcher nach Hause trägt. In München ist es ein bisschen mehr als die Hälfte. In Hongkong beträgt der Bruttolohn trotz der hohen Preise nicht einmal 40 Prozent vom Zürcher Bruttolohn.

die monatlichen Gesamtausgaben einer durchschnittlichen Familie

Höchste Kaufkraft in Zürich und Genf

Der Wert der Löhne lässt sich laut UBS am besten durch einen Kaufkraftvergleich für Waren ermitteln, die weltweit möglichst homogen sind. In Luxemburg, Zürich und Genf ist der Nettostundenlohn am meisten wert, weil damit am meisten Waren und Dienstleistungen aus dem standardisierten Korb gekauft werden können.

So verdienen Angestellte in Zürich und Genf in elf Minuten so viel, um sich einen Big Mac kaufen zu können. Damit sind sie weltweit die drittschnellsten. In Hongkong brauchen die Arbeitnehmer lediglich neun Minuten, in Luxemburg und Tokio zehn Minuten. Dagegen müssen Angestellte in Nairobi durchschnittlich fast drei Arbeitsstunden schuften, um sich einen Big Mac leisten zu können.

Die durchschnittlichen Bruttolöhne

Zum Vergleich wurde ein Big Mac von McDonald's herangezogen, weil dieser ein Gut täglichen Gebrauchs ist und in Doha oder Rio de Janeiro in identischer Qualität und Ausführung zu haben ist. Dies macht die Preise und Erschwinglichkeit weltweit vergleichbar. Gleiches gilt für das iPhone 6 von Apple.

21 Arbeitsstunden für ein iPhone 6Arbeitnehmer in Zürich können sich nach 21 Arbeitsstunden ein iPhone 6 mit 16 GB Speicher leisten. Dagegen dauert es in Kiew 30 Mal länger, wie es weiter hiess.

Bei Lebensmitteln ist Zürich die teuerste Stadt. Der Korb aus 39 Nahrungsmitteln kostet in der Limmatstadt 4,5 Mal mehr als in Kiew, der günstigsten Stadt. So müssen Zürcher beispielsweise für 1 Kilogramm Brot 3,20 Fr. bezahlen, in Bukarest bloss 0,66 Euro.

Fleischliebhaber sollten nach Kiew auswandern, wo der Durchschnittspreis für 1 kg Fleisch circa 2,40 Euro beträgt. Zu meiden sind dagegen Zürich und Genf, wo das Fleisch zehnmal teurer ist.

Kaufkraftvergleich: Wie lange muss eine Person arbeiten, bis sie sich gewisse Güter leisten kann

Asiaten arbeiten am längsten

Der Preis für Dienstleistungen geht in der Regel einher mit dem örtlichen Lohnniveau. Der Preiskorb berücksichtigt dabei Dienstleistungen wie Haarschnitte, chemische Reinigung und Internetgebühren. Nach Oslo seien Haarschnitte in Zürich am zweitteuersten, teilte die UBS mit.

Am meisten arbeiten die Menschen in Hongkong, wo sie 2600 Stunden pro Jahr schuften. Auch in weiteren 18 Grossstädten, die meisten davon sind in Asien und dem Mittleren Osten, arbeiten die Leute mehr als 2000 Stunden pro Jahr.

Die kürzesten Arbeitszeiten und die höchste Anzahl an bezahlten Ferientagen geniessen Angestellte in Westeuropa. Am "faulsten" sind die Menschen in Paris mit lediglich 1600 Arbeitsstunden pro Jahr.


171317 Sep 15

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