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Zürcher Kantonalbank verkauft Tochterfirma Adamant

Die ZKB trennt sich von einer Tochterfirma

Die ZKB trennt sich von einer Tochterfirma

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) baut ihr Anlagegeschäft weiter um und trennt sich von der Tochterfirma Adamant. Die auf Fonds im Gesundheitsgeschäft spezialisierte Firma wird von der Zürcher Vermögensverwalterin Bellevue Group übernommen.

Die Bellevue Group kauft sowohl die gesamte Fondspalette von Adamant als auch deren Mandatsgeschäft mit betreuten Kundenvermögen in Höhe von 831 Mio. Franken, wie aus einer Medienmitteilung vom Freitag hervorgeht. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

ZKB-Sprecher Igor Moser erklärte auf Anfrage, der Verkauf erfolge aus strategischen Überlegungen und nicht zur Mittelbeschaffung für den Kapitalaufbau. Die ZKB habe im Rahmen der Reorganisation des Anlagegeschäfts entschieden, Adamant aufgrund ihrer Grösse zu veräussern.

Die Zusammenarbeit zwischen Adamant und der ZKB werde fortgesetzt, die Fonds werden den Kunden also weiterhin angeboten. Die Transaktion, die Ende September über die Bühne gehen soll, muss noch von der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) genehmigt werden. Die neun Mitarbeiter von Adamant werden zur Bellevue Group wechseln.

Mit der Übernahme durch die Bellevue Group schliesst sich ein Kreis: Adamant war im Jahr 2000 von der Lebensversicherung Swiss Life und drei ehemaligen Partnern der Bellevue-Gruppe gegründet worden. Die ZKB beteiligte sich schrittweise am Unternehmen, seit Mitte 2006 gehört ihr die Mehrheit.

Adamant ist auf Anlagen in den Bereichen Pharma, Biotech, Medtech, Generika und Dienstleister spezialisiert. Per 1. Januar 2015 sollen Adamant und Bellevue Asset Management fusioniert werden. Die verwalteten Kundenvermögen bei Bellevue Asset Management belaufen sich damit neu auf 3,9 Mrd. Franken.

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