Nachhaltiger Tourismus

Zermatt ist beim öffentlichen Verkehr die Nummer 1

Zermatts Wahrzeichen: Das Matterhorn

Zermatts Wahrzeichen: Das Matterhorn

Wer diesen Winter ohne Auto in die Ferien fahren möchte, ohne dabei seine Mobilität einzuschränken, der fährt am besten nach Zermatt. Zu diesem Schluss kommt das am Montag vorgestellte Rating «mobil & ökologisch» des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS).

Die Anziehungskraft der Schweizer Berge habe Folgen für die Umwelt, sagte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher vor den Medien in Bern. Die Anreise erfolge oft per Auto, was die Luft belaste, Lärm verursache und Infrastrukturen wie Parkhäuser vor Ort erfordere. Es sei daher wichtig, auf den öffentlichen Verkehr zu setzen, und "das haben unsere Gewinner gemerkt".

Zermatt, Saas-Fee VS und St. Moritz GR führen die Rangliste von insgesamt 14 Winterferienorten an, die auf ihre "nachhaltige Mobilität" geprüft worden sind. Untersucht wurde beispielsweise, wie gross der zeitliche Unterschied zwischen einer Anreise mit dem Auto und mit dem öffentlichen Verkehr ist, wie Helmut Schad vom Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern erklärte.

Steigerung überall möglich

Ein anderes Kriterium war die Fortbewegungsmöglichkeit vor Ort. So wurde beispielsweise untersucht, ob es auch abends nach dem Après-Ski noch Möglichkeiten gibt, mit dem öffentlichen Verkehr in die Ferienunterkunft zu fahren. Insgesamt lagen der Bewertung 13 Kriterien zu Grunde.

In allen 14 Orten kann der Gepäcktransport bis zu den Unterkünften noch verbessert werden. Auch fehlt es an systematischer Information über die Fortbewegungsmöglichkeiten mit dem öffentlichen Verkehr. "Hier ist das Verbesserungspotenzial enorm", sagte Projektleiterin Noëlle Petitdemange. Auch seien die Websites mit Blick auf Informationen zur Mobilität wenig benutzerfreundlich gestaltet.

Adelboden und Crans-Montana am Schluss

Die Winterferienorte wurden nach drei Kriterien ausgewählt: Sie befinden sich mindestens 1000 Meter über Meer, verbuchen mindestens 100'000 Übernachtungen pro Jahr und haben mindestens 1000 Einwohner. Untersucht wurden Adelboden, Arosa, Crans-Montana, Davos Platz, Engelberg, Grindelwald, Lenzerheide, Leukerbad, Saas-Fee, Scuol, St. Moritz, Verbier, Wengen und Zermatt.

Vergeben wurden maximal 39 Punkte. Zermatt erreichte 29, Saas-Fee 28 Punkte. Adelboden und Crans-Montana lagen mit je 21 Punkten auf den letzten Rängen.

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