Die Welttourismusorganisation (UNWTO) verzeichnete mehr als 1,035 Milliarden Touristen, wie ihr Generalsekretär Taleb Rifai am Dienstag in Madrid sagte. Damit wuchs die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent. Dies, obwohl 2012 ein Jahr der "wirtschaftlichen Instabilität" gewesen sei, besonders in der Eurozone, erklärte Rifai.

Die Staaten Europas lockten 2012 mit insgesamt 535 Millionen mehr als die Hälfte der Touristen in aller Welt an. Der Nahe Osten (minus 4,9 Prozent) war aufgrund der Unruhen in Ägypten weltweit die einzige Region, in der die Zahl der ausländischen Gäste zurückging.

Seit dem Krisenjahr 2009, für den Tourismus das schlimmste seit 60 Jahren, gehe es wieder beständig bergauf, sagte Rifai. Im kommenden Jahr rechne die UNWTO erneut mit einem Wachstum zwischen 3 und 4 Prozent.