Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen verharrt im Oktober auf Niveau des Vormonats

Ein Arbeitsloser liest am Hauptbahnhof in Zürich den Stellenanzeiger (Symbolbild)

Ein Arbeitsloser liest am Hauptbahnhof in Zürich den Stellenanzeiger (Symbolbild)

Obwohl im Herbst sich wegen den saisonalen Schwankungen in der Gastronomie viele Köche, Hotel- und Serviceangestellte arbeitslos melden, ist die Arbeitslosigkeit im Oktober nicht gestiegen. Wie bereits im September betrug die Arbeitslosenquote 3,5 Prozent.

Ende Oktober waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 139'365 Arbeitslose registriert, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Montag mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem leichten Rückgang um 675. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings deutlich zurückgegangen.

Im Oktober 2009 hatten rund 158'000 Personen keine Arbeit, was einer Arbeitslosenquote von 4 Prozent entsprach. Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO, bezeichnete die jüngste Entwicklung als erfreulich. Berücksichtige man die saisonalen Faktoren, habe sich die Zahl der Arbeitslosen vergangenen Monat erneut um 2500 reduziert, sagte Gaillard der Nachrichtenagentur SDA.

Seit Anfang Jahr sei die Arbeitslosigkeit nun rückläufig, was die gute wirtschaftliche Verfassung der Schweiz widerspiegle. Im Vergleich zum Januar seien mittlerweile über 30'000 Personen weniger bei den RAV als arbeitslos gemeldet, sagte Gaillard.

Als besonders positiv sieht Gaillard zudem die gesunkene Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl der arbeitslosen 15- bis 24-Jährige ist im Laufe des Oktobers um 6,2 Prozent auf 22'553 gesunken. Damit sind über ein Fünftel weniger Junge ohne Arbeit als noch vor einem Jahr.

Mehr Arbeitslose in Graubünden

Die seit Anfang Jahr anhaltende Abnahme der Arbeitslosigkeit wird sich im November voraussichtlich nicht fortsetzen. SECO-Chef Gaillard rechnet jedenfalls mit einer saisonalen Zunahme der Arbeitslosigkeit, die vor allem auf die Gastronomie und das Baugewerbe in den Bergkantonen zurückzuführen sein werde.

Bereits im Oktober liess das Ende der Herbstsaison im Gastgewerbe die Arbeitslosigkeit in Graubünden und im Wallis deutlich ansteigen. Gegenüber dem Vormonat stieg die Arbeitslosenzahl in diesen beiden Kantonen um 32 respektive 12 Prozent an.

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