Biotechnologie

Wyss und Beratelli wollen in Genf Hunderte Millionen investieren

Der Solothurner Medtech-Unternehmer (Synthes) besitzt ein Vermögen von 9 bis 10 Milliarden.

Der Solothurner Medtech-Unternehmer will in Genf Millionen investieren.

Der Solothurner Medtech-Unternehmer (Synthes) besitzt ein Vermögen von 9 bis 10 Milliarden.

Die Unternehmer Hansjörg Wyss und Ernesto Bertarelli wollen in Zusammenarbeit mit der ETH Lausanne (EPFL) und der Universität Genf ein Forschungs- und Technologiezentrum am ehemaligen Hauptsitz von Merck Serono in Genf aufbauen.

Das Konsortium hat am vergangenen Donnerstag ein Kaufangebot für den Gebäudekomplex eingereicht. Das Zentrum soll sich der Forschung in den Bereichen Gesundheit, Biotechnologie und Life Sciences widmen. Das Projekt will diesen Sektoren damit neuen Schwung verleihen, wie das Konsortium am Mittwoch mitteilte.

Zuvor hatten die Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" in ihren Mittwochsausgaben über das Projekt berichtet. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf mehrere hundert Millionen Franken, wie Jörg Neef, der Vertreter von Wyss und Bertarelli, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono hatte im April angekündigt, den Standort Genf zu schliessen. Seit Juli wird der ehemalige Hauptsitz zum Verkauf angeboten. Am vergangenen Donnerstag lief die Frist für die Unterbreitung von Kaufangeboten ab. Zur Höhe des Kaufangebots machte das Konsortium keine Angaben.

Das Projekt beinhaltet die Schaffung eines "Wyss Institute", wie es Hansjörg Wyss bereits an der Harvard Universität aufgebaut hat. Ziel des Instituts ist es laut Communiqué, die Forschungsaktivitäten der EPFL, der Universität Genf und möglicherweise anderer wissenschaftlicher Institutionen zu unterstützen. Dafür stellt die Wyss-Stiftung bis zu 125 Millionen Franken als Startkapital zur Verfügung.

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