Arbeitsmarkt

Wirtschaftskrise zerstörte 20 Mio. Stellen - 5 Mio. in Gefahr

Arbeitsloser studiert Inserate in der Zeitung (Symbolbild)

Arbeitsloser studiert Inserate in der Zeitung (Symbolbild)

Rund zwanzig Millionen Stellen hat die Wirtschaftskrise laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) seit Herbst 2008 weltweit vernichtet. Weitere fünf Millionen Arbeitsplätze seien akut gefährdet.

Die staatlichen Stützmassnahmen dürften deshalb nicht zu schnell beendet werden, forderte die ILO. Ansonsten könnten mehr als 40 Millionen Personen in den 51 untersuchten Ländern vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden.

Diese Zahl umfasst auch Langzeitarbeitslose, welche die Stellensuche aufgegeben haben, sowie Neuzugänger auf dem Arbeitsmarkt, welche keinen Job finden.

Millionen von Stellen hätten bislang dank staatlicher Hilfen, Kurzarbeit und anderen Reduktionen der Arbeitszeit erhalten werden können. Wenn nun Staaten diese Massnahmen namentlich wegen Budgetsorgen beenden würden, verlören rund fünf Millionen weitere Personen ihre Arbeit, warnte die ILO.

"Trotz der ersten Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung ist die globale Arbeitskrise nicht vorbei. Ein richtiger Wirtschaftsaufschwung wird erst möglich, wenn sich der Arbeitsmarkt wieder belebt hat", sagte Raymond Torres vom ILO-Institut für soziale Studien an der Pressekonferenz in Genf.

In den industrialisierten Ländern könne das Beschäftigungsniveau von 2007 nicht vor 2013 wieder erreicht werden, schätzte das ILO.

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