Schienentransport

Wirtschaftskrise bremst Hupac - Gewinn um 61 Prozent eingebrochen

Auch Hupac spürt die Wirtschaftskrise

Auch Hupac spürt die Wirtschaftskrise

Die Wirtschaftskrise hat beim Kombi-Operateur Hupac im vergangenen Jahr deutliche Spuren hinterlassen. Der Umsatz stieg zwar um 2,3 Prozent. Der Jahresgewinn brach jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 61,1 Prozent auf 2,8 Mio. Franken ein.

Trotz einem massiven Einbruch des Verkehrs im vierten Quartal habe Hupac 2008 unter dem Strich ein Verkehrswachstum von 1,8 Prozent erzielt, teilte das in Chiasso ansässige Unternehmen in Zürich mit. Insgesamt wurden über 700 000 LKW-Sendungen auf der Schiene befördert.

Erreicht worden sei das Wachstum dank der Zunahme von 14,1 Prozent beim nicht-transalpinen Verkehr. Beim transalpinen Verkehr durch die Schweiz verzeichnete Hupac dagegen erstmals seit Jahren einen Rückgang (-2,3 Prozent).

Die grösste Wirtschaftskrise in der über 40-jährigen Geschichte von Hupac habe den Güteraustausch in Europa innerhalb kürzester Zeit massiv redimensioniert, wird Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi zitiert.

Die stark rückläufige Nachfrage nach Transportdienstleistungen treffe den kombinierten Verkehr als Bindeglied zwischen Strasse und Schiene besonders hart. Beim Strassentransport könnten die Überkapazitäten schneller abgebaut werden, als dies beim Bahnsystem möglich sei. Laut Bertschi trägt Hupac auf ihren Shuttle-Zügen das volle Risiko der Zugsauslastung.

Für 2009 erwartet Hupac ein Anhalten der Wirtschaftskrise und folglich einen weiteren Rückgang des Güterverkehrs. Dennoch will die Firma ihr Verkehrsnetz aufrecht erhalten und die geplanten Investitionen in Infrastrukturprojekte in Antwerpen und Gallarate bei Mailand weitergeführen.

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