2020 soll dann ein Wachstum von 1,7 Prozent erreicht werden, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Auch für das auslaufende Jahr 2018 sind die Vorhersagen nun weniger positiv. Die Prognose wurde auf +2,6 von +2,9 Prozent zurückgenommen. Die tiefere Prognose für 2018 begründete das Seco damit, dass das Wachstum im dritten Quartal abrupt gebremst worden sei. Bekanntlich schrumpfte die Schweizer Wirtschaft damals um 0,2 Prozent.

Die Seco-Experten gehen zwar davon aus, dass die Export- und die Binnenwirtschaft nach dem schwachen dritten Quartal zu einem moderaten Wachstum zurückkehren werden. Die starken Wachstumsraten der ersten Jahreshälfte 2018 würden aber nicht mehr erreicht.

Lohnentwicklung dämpft Konsum

Ab 2019 setze sich dann die konjunkturelle "Normalisierung" der Weltwirtschaft nach der stark expansiven Phase 2017 und 2018 fort, hiess es weiter. Der Euroraum dürfte dabei laut den Experten etwas schneller an Dynamik einbüssen als noch im September erwartet.

Keine starken Impulse seien auch vom Konsum zu erwarten, so die Mitteilung weiter. Die gedämpfte Lohnentwicklung und die positive Teuerung verringerten die reale Kaufkraft der Haushalte.

Das Seco betonte ausserdem in der Mitteilung die Risiken für die Vorhersagen. Sollte der Handelsstreit weiter eskalieren, würden die Weltkonjunktur und der Welthandel stärker ausgebremst als in der Prognose angenommen, hiess es.