Flughafen Zürich

Wirtschaft und Politik wollen im Fluglärmstreit vorwärts machen

Die Wirtschaftsverbände sind besorgt über den Fluglärmstreit am Flughafen Zürich (Archiv)

Die Wirtschaftsverbände sind besorgt über den Fluglärmstreit am Flughafen Zürich (Archiv)

Im Fluglärmstreit zwischen der Schweiz und Deutschland wollen Vertreter aus Wirtschaft und Politik vorwärts machen. Sie fordern eine vernünftige und sachliche Lösungsfindung.

Für ein "nachhaltiges Lärmmangement und eine gute Lösung des Konfliktes mit Deutschland" wollen sich Schweizer Parlamentarier aus den vier "Flügelkantonen" Zürich, Aargau, Thurgau und Schaffhausen einsetzen. Dafür haben sie in Bern den "Arbeitskreis Flugverkehr" (AFV) gegründet, dem laut Medienmitteilung bereits rund 20 Parlamentarier aus allen grossen Parteien beigetreten sind.

"Wir wollen die verkachelte Situation mit vernünftiger und konstruktiver Diskussion aufweichen und unserer Regierung den Rücken stärken", wird AFV-Präsident Filippo Leutenegger in einer Mitteilung vom Sonntag zitiert.

Die Gruppe fordert zudem, dass die Betroffenen in der Schweiz einheitlicher auftreten müssen. "Jene, die in Deutschland den Ton verschärfen, profitieren davon, dass die Schweiz nicht mit einer Stimme spricht", erklärte Leutenegger weiter.

Die bestehende einseitige Verordnung Deutschlands gegen die Schweiz lehnt der Arbeitskreis als "inakzeptabel" ab, heisst es weiter. Allen Forderungen nach einer weiteren Begrenzung der Flugbewegungen über süddeutschem Gebiet trete die Gruppe entgegen.

Brief an Regierungen

In einem Brief an den deutschen Bundesminister Peter Ramsauer und die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard fordern zudem 18 Wirtschaftsverbände aus Südbaden und der Nordschweiz eine in beiden Ländern tragfähige Lösung.

Die Wirtschaftsverbände sind im Netzwerk "Wirtschaft am Hochrhein" zusammengeschlossen und vertreten nach eigenen Angaben praktisch die gesamte Wirtschaft der Region beidseits der Landesgrenze zwischen Bodensee und Basel.

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