Hubert Keller

Doch bis es so weit ist, müssen die Geschäfte in der Altstadt noch einige Unbill in Kauf nehmen. Stefano Bradanini vom Stadtbauamt versicherte die Versammlung aber, dass alles getan werde, um die Erschwernisse in vertretbarem Mass zu halten.
Es hätten alle Altstädte ihre Probleme, sagte Zentrum-Präsident Suter. Im neuen Bahnhof werde es ein massives Angebot an Verkaufsflächen und Ladengeschäften geben. «Auch im Migros-Bank-Gebäude wird neue Konkurrenz entstehen, und der Gaispark empfängt die Besucher am östlichen Stadteingang.» Damit nicht genug, werde auch das geplante neue Fussballstadion zu einem Treffpunkt für Konsumentinnen und Konsumenten werden.
«Konkurrenz ist legitim, wir sind Unternehmer», sagte Marcel Suter. «Wir haben es selber in der Hand, Bedingungen zu schaffen, dass wir bestehen können.»

Kein Einkaufscenter habe das Flair und den Charme einer Altstadt wie Aarau, betonte der Zentrumspräsident. Die Altstadt wird mit der Sanierung, die vor Weihnachten 2011 abgeschlossen sein soll, an Attraktivität noch gewinnen.
Neue Mitglieder für die Vereinigung, der rund 100 Geschäfts- und Ladeninhaber angeschlossen sind, zu gewinnen, sei ein hartes Geschäft, meinte der Präsident. Es brauche viel Überzeugungsarbeit.
Der MAG - Markt Aarauer Gewerbetreibender - ist nicht gestorben. Im Gegenteil, er soll, unter der Ägide des MAG-Vereins, breiter im lokalen Gewerbe abgestützt werden. Unter der Leitung von Vereinspräsident Rainer Zulauf soll der MAG, wie der Rüeblimärt eine «Institution», gestärkt werden. Thomas Acklin tritt aus dem Vorstand von Zentrum Aarau aus. Er wird die finanziellen Belange der Vereinigung künftig auf Mandatsbasis betreuen. Der Umsatz der Gutscheine belief sich im vergangenen Jahr auf 800 000 Franken. 56 000 Franken wurden an Mitgliederbeiträgen eingenommen.