Wirtschaft

Wettbewerbshüter untersuchen mögliches Kartell von Handelsunternehmen

Die Wettbewerbskommission eröffnet eine Untersuchung gegen Gross- und Einzelhandelsunternehmen sowie «Markant»  wegen möglicher Absprachen.

Die Wettbewerbskommission eröffnet eine Untersuchung gegen Gross- und Einzelhandelsunternehmen sowie «Markant» wegen möglicher Absprachen.

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen Gross- und Einzelhandelsunternehmen sowie «Markant» eröffnet. Dies wegen möglicher Absprachen zu Lieferungen von Gütern des täglichen Bedarfs.

(sat) Im Fokus der Untersuchung stünden wettbewerbsbeschränkende Massnahmen gegenüber verschiedenen Lieferanten von Gütern des täglichen Bedarfs, teilt die Weko am Donnerstag mit. «Markant» und mehrere ihr angeschlossene Gross- und Einzelhändler hätten mutmasslich gemeinsam Massnahmen vereinbart, um ihre Lieferanten dazu anzuhalten, ihr Inkasso über «Markant» abzuwickeln, schreibt die Weko. Die Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG hat ihren Sitz in Pfäffikon SZ.

Konkret betrafen die vermuteten koordinierten Massnahmen Androhungen von kollektiven Auslistungen von Gütern des täglichen Bedarfs, schreibt die Weko. Die von den Lieferanten an «Markant» zu entrichtenden Gebühren seien im Anschluss angeblich teilweise an die Anschlusshäuser ausbezahlt worden. Die Wettbewerbshüter prüfen nun im Rahmen ihrer Untersuchung, ob diese mutmasslichen Vereinbarungen unzulässige Einschränkungen des Wettbewerbs darstellen.

Mit der Verfahrenseröffnung hat die Weko laut eigenen Angaben bei mehreren Unternehmen Hausdurchsuchungen durchgeführt. Das Unternehmen «Markant» mit Hauptsitz in Pfäffikon gilt als grösste Handels- und Dienstleistungskooperation im europäischen Lebensmittelhandel. Laut eigenen Angaben ist «Markant» an zehn Standorten in vierzehn Ländern aktiv und beschäftigt über 1000 Mitarbeitende.

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