Tourismus

«Wer nicht Ski oder Snowboard fährt, ist für uns nicht verloren»»

«Wir müssen den Rückgang stoppen» – Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus.

«Wir müssen den Rückgang stoppen» – Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus.

Die Schwiezer Tourismusbranche bemüht sich vermehrt um inländische Gäste. Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, über die Sorgen der Hoteliers und die Vorzüge von Winterferien im eigenen Land.

Herr Schmid, haben Sie vor lauter Chinesen und Koreanern die Schweizer als Kunden vernachlässigt?

Jürg Schmid: Vernachlässigt haben wir die Schweizer nie. Das waren, sind und bleiben unsere wichtigsten Gäste. Aber es ist jetzt jedem Touristiker klar geworden, dass wir alles machen müssen, um die Schweizer noch mehr zu begeistern.

Der Rückgang bei den Gästen aus Europa ist offensichtlich.

Ja. Die Auswirkungen des Frankens sind offensichtlich eingetreten. Die Branche resigniert aber nicht, sondern setzt voll auf Qualität und Gästeservice.

Schweiz Tourismus: «Wir erwarten einen Rückgang in der Bergregion»

Jürg Schmid: «Wir erwarten einen Rückgang in der Bergregion»

Sie kämpfen um neue Ski- und Snowboardfahrer, wollen ehemalige zum Wiedereinstieg gewinnen. Wie viele müssen es denn sein, damit man sagen kann: «Alles fahrt Ski»?

Wir müssen den Rückgang zuerst stoppen. Hoffnung haben wir, weil wir im letzten Winter, aber auch diesen Sommer, mehr Schweizer Feriengäste hatten. Wir konnten aber nicht voll am Wachstum der Reiseausgaben teilhaben.

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Schweiz Tourismus setzt bei der Kampagne für die Winterdsaison auf Prominenz: Als Werbeträger konnte unter anderem Ex-Astronaut Buzz Aldrin gewonnen werden.  

Wieso?

Die Kaufkraft des Frankens hat doch auch einige Schweizer bewogen, jetzt die lang ersehnte Fernreise zu realisieren. Ich möchte aber noch etwas festhalten: Jemand, der nicht Ski oder Snowboard fährt, ist für uns nicht verloren. Immer mehr Leute suchen den Winterzauber, die verschneiten Berge, machen Wanderungen, Wellness oder romantische Kutschenfahrten.

Der hohe Preis bleibt aber ein Thema. Der Durchschnittspreis für einen Tagespass ist im letzten Jahr noch einmal angestiegen.

Der Preis ist die grösste Herausforderung. Die gute Neuigkeit ist aber, dass die Preise in der Berghotellerie seit drei Jahren sinken. Noch nie gab es so viele attraktive Spezialangebote auf den Homepages der Hotels. Und für Wiedereinsteiger haben wir spezielle, günstige Packages geschnürt.

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Auch Bundesrat Johann Schneider Ammann ist #VERLIEBTindieSCHWEIZ.

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