Das Bild ist jedoch uneinheitlich: Tatsächlich weniger Sozialhilfefälle gab es in den fünf Städten Zürich, Basel, Luzern, Schaffhausen und Uster ZH. In Winterthur ZH und St. Gallen blieben sie konstant, wie die Städteinitiative in einem am Montag veröffentlichten Bericht schreibt.

Dagegen gab es in Bern, Lausanne, Biel BE, Zug, Wädenswil ZH und Schlieren ZH letztes Jahr deutlich mehr Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen waren. Mit 6,2 Prozent war die Zunahme in Schlieren am deutlichsten.

Die im Herbst 2008 eingetretene Wirtschaftskrise habe sich in der Sozialhilfe wenig niedergeschlagen, schreibt die Städteinitiative. Das könnte sich aber noch ändern: In vielen Städten nähmen die Fälle seit Herbst 2009 wieder zu - eine mögliche, zeitlich verzögerte Folge der Wirtschaftskrise, wie es im Communiqué heisst.

Der Kennzahlenvergleich der Städteinitiative wird seit elf Jahren durchgeführt. Bisher wurden die Kennzahlen von den Städten selber aufbereitet. Für 2009 hat die Städteinitiative erstmals auf die Daten des Bundesamts für Statistik zurückgegriffen.