Microsofts Überschuss sank im Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal 2009/10 um 18 Prozent auf knapp 3,6 Mrd. Dollar. Der Umsatz gab um 14 Prozent auf 12,9 Mrd. Dollar nach, wie der US-Konzern am Sitz in Redmond (US-Bundesstaat Washington) bekanntgab.

Ein Grund für die rückläufigen Zahlen neben der Wirtschaftskrise: Vor dem Marktstart von Windows 7 hatten viele Kunden mit dem Kauf neuer Software gewartet. Schon erzielte Umsätze für Upgrades von früheren Versionen werden zudem erst später gebucht.

Finanzchef Chris Liddell meinte daher auch: "Wir sind mit unserem Abschneiden in diesem Quartal sehr zufrieden und besonders auch mit der starken Nachfrage nach Windows."

Angesichts der Krise hatte Microsoft zuletzt massiv gespart und erstmals in seiner Geschichte Stellen gestrichen. Der Konzern will weiter Disziplin halten. Microsoft kündigte für das laufende Geschäftsjahr weniger Ausgaben als bisher geplant an.

Die Umsätze fielen zuletzt in allen Microsofts-Sparten oder stagnierten allenfalls. Neben dem Windows-Segment traf es besonders die umsatzstärkste Sparte mit den Office-Büroprogrammen. Das Online-Geschäft weitete zudem seine Verluste nochmals aus.

Windows beherrscht den Markt für Betriebssysteme mit einem Anteil von weltweit gut 95 Prozent. Microsoft bekommt aber zunehmend Konkurrenz vor allem vom US-Rivalen Apple. Im Geschäft mit der Internetsuche liegt Microsoft trotz seiner neuen Suchmaschine Bing und einer geplanten Allianz mit Yahoo weit hinter Platzhirsch Google zurück.