Die Vereinbarung wurde von der EU-Kommission mit nationalen Konsumentenschützern und der britischen Wettbewerbsbehörde ausgehandelt. Demnach müssen im Buchungspreis künftig alle unvermeidbaren Kosten enthalten sein - also zum Beispiel für Winterreifen, wenn diese in nationalem Recht vorgesehen sind.

Zudem muss es gut verständliche Angaben zu wichtigen Eckdaten geben, etwa zu im Tarif enthaltenen Kilometern, Regelungen zum Tanken, Stornierungen oder Kaution. Es muss auch deutlich werden, welchen Mehrwert Zusatzversicherungen gegenüber Standardleistungen bieten. Wenn der Anbieter Kosten für Schäden abrechnen will, muss er diese belegen, bevor er Geld abbucht. Kunden müssen Gelegenheit bekommen, Widerspruch einzulegen.

Auf Avis, Europcar, Enterprise, Hertz und Sixt entfallen zwei von drei Autovermietungen in Europa. Grund für die 2014 gestarteten Verhandlungen mit den Unternehmen unter Führung der britischen Wettbewerbsbehörde war der starke Anstieg von Beschwerden über Autovermietungen. Sie hatten sich von 2010 bis 2016 nach Angaben der EU-Kommission verdoppelt.