Arbeitsmarkt

Weniger Arbeitslose in Solothurn und Basel - auch Aargau steht gut da

Angestellte der Firma Steffen-Ris prüft die Qualität von Kartoffeln

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Die Arbeitslosenquote sank im Juni auf 2,9 Prozent nach 3,0 Prozent im Mai. Aargau und Solothurn stehen überdurchschnittlich gut da und auch in Basel ist die Entwicklung positiv.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau hat sich im Juni um 57 Personen reduziert. Die Arbeitslosenquote liegt wie schon im Vormonat bei 2,7 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte unter dem Schweizer Mittel.

Bei den sechs aargauischen Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und bei der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Juni 9473 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Stellensuchenden ging um 16 auf 13'224 zurück, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit am Montag mitteilte.

Am höchsten ist die Arbeitslosenquote in den Bezirken Baden und Bremgarten mit je 3,1 sowie im Bezirk Kulm mit 3,0 Prozent. Eine Quote, die über dem kantonalen Mittel liegt, weisen auch die Bezirke Lenzburg und Zurzach mit je 2,8 Prozent auf.

Gleich wie der Kanton beträgt die Arbeitslosenquote im Bezirk Aarau 2,7 Prozent. Unter dem kantonalen Wert liegen die Bezirke Brugg mit 2,5 Prozent, Rheinfelden und Zofingen mit je 2,4 Prozent, Muri mit 2,0 Prozent und Laufenburg mit 1,9 Prozent.

Solothurn deutich besser als Schweizer Durchschnitt

Die Arbeitslosenquote im Kanton Solothurn betrug im Juni 2,4 Prozent. Dies ist gleichviel wie im Vormonat, obwohl die Zahl der Arbeitslosen um 100 auf 3375 Personen fiel.

Die Zahl der Stellensuchenden lag bei 5539 und war damit um 63 Personen tiefer als im Vormonat. Die Stellensuchendenquote blieb bei 3,9 Prozent. Schweizweit beträgt dieser Wert 4,2 Prozent. Die Abnahme sei unter anderem auf konjunkturelle Effekte zurückzuführen. Die Wirtschaft sei weiterhin gut ausgelastet, teilte das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit am Montag mit.

Die höchste Arbeitslosenquote im Kanton Solothurn weist die Region Grenchen auf, wo 3,9 Prozent keine Beschäftigung haben. Die Regionen Solothurn und Thal weisen mit 2,4 Prozent die selben Quote auf wie der Gesamtkanton. Darunter liegen die Regionen Thierstein/Dorneck und Olten/Gösgen/Gäu mit je 2,0 Prozent.

Auch in Basel rückläufig

Die Arbeitslosigkeit ist in den beiden Basel, wie im landesweiten Durchschnitt, im Juni zurückgegangen. In Basel-Stadt sank die Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent im Mai auf neu 3,3 Prozent im Juni. In Baselland ging sie von 2,7 auf 2,6 Prozent zurück.

3090 Arbeitslose waren Ende Juni im Kanton Basel-Stadt registriert, wie aus Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) vom Montag hervorgeht. Das sind 116 Personen oder 3,6 Prozent weniger als Ende Mai. Gemeldet waren zudem 4582 Stellensuchende, 1,3 Prozent weniger als im Vormonat.

Der Kanton Baselland verzeichnete Ende Juni 3844 Arbeitslose. Das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vormonat um 66 Personen oder 1,7 Prozent. 5062 Personen waren zudem als Stellensuchende registriert. Das sind 1,2 Prozent weniger als Ende Mai.

Rückgang bei Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt waren im Juni 126'632 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet, das sind 3678 weniger als im Mai. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosigkeit um 134 Personen oder 0,1 Prozent.

Auch Jugendliche fanden wieder vermehrt Stellen: Die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich im Juni um 2,9 Prozent auf 14'952 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 3,9 Prozent.

In den Fokus der öffentlichen Diskussion rücken vermehrt ältere Arbeitnehmende. "Der geburtenreichste Jahrgang 1964 wird dieses Jahr 50." Das sind 134'000 Personen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 wurden noch 79'000 Menschen geboren. "Es ist diese Zunahme, die jetzt stärker wahrgenommen wird", so Zürcher.

Obwohl eine Generation älterer Arbeitnehmer noch nie so gut ausgebildet gewesen sei, führt die schiere Grösse der Babyboomer zu einer Zunahme der absoluten Zahlen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei Arbeitnehmern über 50 Jahren um 1440 Personen oder 4,7 Prozent angestiegen.

Laut Zürcher ist das Risiko dieser Generation, arbeitslos zu werden, konstant. "Wer im Alter aber einmal aus dem Arbeitsmarkt fällt, wird eher langzeitarbeitslos oder ausgesteuert als es bei jungen Arbeitnehmern der Fall ist", so Zürcher.

Mehr Aussteuerungen

Insgesamt waren im Juni 180'689 Personen auf Stellensuche, 3747 Personen weniger als im Mai. Gegenüber dem Vorjahr ist das aber ein Plus von 0,5 Prozent.

Die Zahl der offen gemeldeten Stellen hat sich um 1054 auf 14'211 erhöht. Erfahrungsgemäss handelt es sich aber um eine Momentaufnahme und Unterschiede sollten zwischen den einzelnen Monaten nicht überinterpretiert werden.

Weiter gab das SECO die Zahlen zur Aussteuerungen im April bekannt: 3257 Personen haben ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung verloren. Sie fallen damit aus der Statistik und werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Statistik mitgezählt.

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