Das alternative Gasgemisch weise ähnliche Eigenschaften wie das bisher verwendete Schwefelhexafluorid (SF6) auf, könne jedoch die C02-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 50 Prozent reduzieren, teilte das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) am Montag mit. Zudem sei das Treibhauspotenzial um fast 100 Prozent niedriger.

Entwickelt wurde die neue Technologie von ABB. Im Unterwerk Zürich-Oerlikon wurde sie nun weltweit erstmals eingesetzt und es können damit erste Erfahrungen im Betrieb gesammelt werden. Benedikt Loepfe, Leiter Verteilnetz beim ewz, spricht von einem "wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung" und von einem "Durchbruch in der Schaltanlagentechnik".

Das Unterwerk mit Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen wurde unterirdisch gebaut. Die Transformatoren und Schaltanlagen liegen zwei Stockwerke unter der Erdoberfläche.

Da Gas elektrische Spannung deutlich besser isoliert als Luft konnte eine äussert kompakte Anlage realisiert werden. So konnten im Vergleich zur alten luftisolierten Schaltanlage aus dem Jahre 1949 fast 70 Prozent des Platzes eingespart werden. Nach dem Rückbau der alten Anlagen wird das freiwerdende Areal in Zürich-Nord an die Stadt Zürich zurückgegeben.