US-Banken

Wells Fargo fährt Milliardengewinn ein - Morgan Stanley im Minus

Morgan Stanley unter den Erwartungen

Morgan Stanley unter den Erwartungen

Die viertgrösste US-Bank Wells Fargo hat im zweiten Quartal ihren Gewinn deutlich gesteigert. Die Investmentbank Morgan Stanley verbucht dagegen ihren bereits dritten Quartalsverlust in Folge.

Wells Fargo erzielte einen Überschuss von 2,6 Mrd. Dollar, ein Plus von 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Erträge der Bank verdoppelten sich fast auf ein Redkordniveau von 22,5 Mrd. Dollar zu. Gut ein Drittel davon sei auf die US-Grossbank Wachovia zurückzuführen, die Wells Fargo letztes Jahr übernommen hatte.

Wells Fargo hatte jüngst angekündigt, das Investmentbanking ausbauen zu wollen. Unter anderem sollen der Aktienhandel und das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen wachsen.

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat dagegen im abgelaufenen Quartal ein erneutes Milliardenminus verbucht. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Verlust von fast 1,3 Mrd. Dollar, wie die Bank in New York mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte Morgan Stanley noch fast 1,1 Mrd. Dollar Gewinn gemacht. Auf das Ergebnis drückten allerdings hohe Lasten durch die Rückzahlung staatlicher Milliardenhilfen von rund 850 Mio. Dollar. Ohne diesen und andere Sondereffekte lag das Minus bei 159 Mio. Dollar. Zudem baute die Bank mit dem Konkurrenten Citigroup das Gemeinschaftsunternehmen Smith Barney auf.

Mit dem Quartalsergebnis fiel Morgan Stanley aus dem Rahmen: Heimische Rivalen wie Goldman Sachs und JPMorgan trumpften mit Milliardengewinnen auf und schürten bei Investoren damit Hoffnungen auf ein baldiges Abflachen der Finanzkrise.

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