Nachdem die ETA Manufacture Horlogère Suisse im vergangenen Herbst ihren Kunden für das Jahr 2009 Preiserhöhungen und neue Zahlungskonditionen für Uhrwerke bekannt gegeben habe, seien diverse Klagen eingegangen, schreibt die Weko in einer Mitteilung.

Eine im November 2008 eröffnete Vorabklärung habe dann Anhaltspunkte dafür ergeben, dass ETA auf dem Markt für mechanische Uhrwerke seine möglicherweise bestehende marktbeherrschende Stellung missbraucht.

Die Untersuchung soll nun klären, ob dem so ist. Insbesondere werde geprüft, "ob eine Bevorzugung von konzerninternen Uhrenmarken gegenüber Drittbezügern besteht", heisst es in der Mitteilung weiter.

ETA war bereits früher in ein Weko-Verfahren verwickelt. Gegenstand der damaligen Untersuchung war die Ankündigung von ETA, die Liefermengen von so genannten Ebauches per 1. Januar 2003 zu reduzieren und die Lieferungen ab dem Jahr 2006 gänzlich einzustellen.

Unter Ebauches sind die rohen Bestandteile eines mechanischen Uhrwerks in Form eines Bausatzes zu verstehen. Zusammen mit dem Assortiment (regulierender Bestandteil eines mechanischen Uhrwerks) ergibt jener Bausatz das mechanische Uhrwerk.

Das Verfahren endete 2004 mit einer einvernehmlichen Regelung zwischen der Wettbewerbskommission und ETA. Diese enthielt im Wesentlichen die Verpflichtung von ETA, ihre bisherigen Kunden bis Ende des Jahres 2010 mit Ebauches weiter zu beliefern.