Zwischen 2005 und 2011 hätten die Händler Buchhandlungen in der Schweiz daran gehindert, Bücher im Ausland - insbesondere in Frankreich - zu tieferen Preisen zu beziehen, teilte die Weko mit. Durch diese Marktabschottung schränkten die Grosshändler den Wettbewerb ein und konnten damit ein überhöhtes Preisniveau aufrechterhalten.

Die Weko-Untersuchung ergab, dass die zehn Unternehmen mit den Verlagen Exklusivvereinbarungen schlossen. Konkret verunmöglichten sie den Schweizer Buchhandlungen, Geschäftsbeziehungen im Ausland einzugehen. Parallelimporte fanden somit während über sechs Jahren praktisch nicht statt.

Zudem sah eine Vielzahl weiterer Vertriebsabreden ausdrücklich vor, dass die Vertriebspartner der Grosshändler selbst keine Verkäufe tätigen durften. Nur ein Buchhändler schaffte es mithilfe eines verdeckten Vertriebssystems, sich im Ausland mit Büchern einzudecken.

Die Grosshändler müssen nun ihre Verträge so anpassen, dass Buchhändlern alternative Beschaffungskanäle offenstehen. Die Weko hielt fest, dass die Bussen keines der Unternehmen existenziell gefährden.