Am Montagmorgen war man beim Winterthurer Industriekonzern Sulzer noch hoffnungsvoll. „Wir wissen noch nicht, ob unsere Konten bereits eingefroren wurden“, sagt ein Sprecher gegenüber Medien da noch. Zu jenem Zeitpunkt war es in den USA noch tiefe Nacht, die Büros von Sulzer waren geschlossen. Als die 2400 Sulzer-Mitarbeiter in den USA dann an ihren Arbeitsplätzen eintrafen, hatte sich die Hoffnung nicht erfüllt.

„Als Folge der Sanktionierungsmassnahmen gegen Viktor Vekselberg haben die amerikanischen Banken unsere Konten eingefroren. Wir dürfen zwar weiterhin Löhne auszahlen und Lieferanten bezahlen, wir können aber ansonsten keine Zahlungen in Dollar vornehmen und keine Neugeschäfte abwickeln“, sagte ein Sprecher.

Sulzer könne derzeit in den USA seine Kunden bedienen, jedoch nur wenn die entsprechenden Verträge vor Freitag letzter Woche abgeschlossen worden seien. „Neue Aufträge können wir derzeit keine akzeptieren.“

Sulzer hofft, dass man im Verlaufe der Woche von den Sanktionen befreit werden. „Wir sind zuversichtlich. Denn wir sehen uns als eine Art von Kollateralschaden der Sanktionsmassnahmen.“ Man habe daher einen entsprechenden Antrag bei der Ofac gestellt und diskutiere vor Ort mit der Behörde. „Wir hoffen, in wenigen Tagen die Freigabe zu bekommen. Immerhin geht es um 2400 Mitarbeiter, es geht um Lieferanten und natürlich um unsere Kunden.“