WEF 2013

WEF beginnt mit der Ehrung von Schauspielerin Charlize Theron

Hilde Schwab überreicht Charlize Theron am WEF den "Christal Award"

Hilde Schwab überreicht Charlize Theron am WEF den "Christal Award"

WEF-Gründer Klaus Schwab hat am Dienstagabend die Teilnehmer des 43. Weltwirtschaftsforums in Davos begrüsst. Ziel des Treffens sei, in einer immer komplexeren Welt den Dialog zu fördern. Seine Frau Hilde verlieh den «Crystal Award» unter anderem Charlize Theron.

Die 37-jährige Südafrikanerin habe ihre Begabung auch dafür genutzt, sich humanitär zu engagieren und damit die Welt zu verbessern. So gründete die Oscar-Preisträgerin in ihrer Heimat das Anti-Aids-Projekt "Charlize Theron Africa Outreach Project (CTAOP)". 2008 war sie zudem zur UNO-Friedensbotschafterin ernannt worden.

Theron bezeichnete die Auszeichnung als grosse Ehre. Als Künstlerin stehe man im Scheinwerferlicht, sie wolle Licht in die dunklen Seiten ihres Kontinents bringen. Der Kampf gegen Aids sei noch lange nicht gewonnen.

Weitere "Crystal Awards" gingen an den brasilianischen Künstler und Ausstellungskurator Vik Muniz und an die pakistanische Dokumentarfilmerin Sharmeen Obaid Chinoy, die 2012 für ihren Film "Saving Face" über Säure-Attacken auf Frauen einen Oscar erhalten hatte.

Sharmeen Obaid Chinoy erklärte, "Saving Face" habe gezeigt, wie ein Film das Leben vieler verändern und auch die Gesetze beeinflussen könne. Inzwischen würden Säureangriffe in Pakistan als Terrorismus mit Gefängnis geahndet.

Weniger Glamour

Die Preisverleihung brachte am Vorabend der ersten Podiumsdiskussionen und Einzelreden zwar etwas Glamour nach Davos. WEF-Gründer Klaus Schwab will aber den Fokus weg von Hollywood-Stars - in früheren Jahren waren etwa Sharon Stone oder Angelina Jolie eingeladen - auf das diesjährige WEF-Motto "widerstandsfähige Dynamik" richten.

In Davos seien alle Stars, sagte Schwab. Für ihn sei es wichtig, dass am WEF alle Anspruchsgruppen der Weltwirtschaft vertreten seien und sich begeneten. Ziel des Treffens sei, dass eine Vision entwickelt werde, die über pures Krisenmanagement hinaus gehe. Das WEF wolle zu einer neuen Dynamik beitragen und in einer immer komplexeren Welt für mehr Verständnis sorgen.

Erwartet werden in diesem Jahr wiederum 2500 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zu den Gästen zählen gegen 50 Staats- und Regierungschefs und ausser Simonetta Sommaruga alle Bundesräte.

Am Mittwochabend hält nach den Grussworten von Bundespräsident Ueli Maurer der italienische Ministerpräsident Mario Monti die erste grössere Einzelrede. Danach wird die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, das Wort ergreifen. Das WEF dauert bis Samstag.

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