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Wechselkurseffekte und Kassenschlager treiben Novartis-Umsatz an

Novartis hat seinen Umsatz in den ersten drei Monaten 2018 um 10 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar gesteigert. (Archiv)

Novartis hat seinen Umsatz in den ersten drei Monaten 2018 um 10 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar gesteigert. (Archiv)

Novartis hat zum Jahresauftakt unter anderem wegen günstiger Wechselkursverhältnisse kräftig zugelegt. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal um 10 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis kletterte um 27 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar.

Unter dem Strich blieben 2,0 Milliarden Dollar, das sind 22 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie der Basler Pharmakonzern am Donnerstag mitteilte.

Das operative Kernergebnis stieg um 11 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Bei den Kernergebnissen werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, der Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere Sondereffekte herausgerechnet.

In Lokalwährungen gerechnet fiel das Wachstum etwas geringer aus: Der Umsatz stieg noch um 4 Prozent, der operative Gewinn um 17 Prozent, der operative Kerngewinn um 4 Prozent und der Reingewinn um 12 Prozent.

Umsatztreiber waren vor allem das Herzmedikament Entresto mit einem Umsatzzuwachs in Lokalwährungen von 126 Prozent sowie das Schuppenflechtemittel Cosentyx, das über ein Drittel zulegte. Zudem sei der Onkologiebereich auf den Wachstumskurs zurückgekehrt, schreibt Novartis weiter. Dagegen bremste Preissenkungen und die Konkurrenz durch Generika.

Novartis hat zuletzt kräftig zugekauft. Ende 2017 gab der Konzern die Übernahme des französischen Krebsspezialisten Advanced Accelerator Applications für 3,9 Milliarden Dollar bekannt, vor wenigen Tagen nun den Kauf der US-Gentherapie-Firma Avexis für 8,7 Milliarden Dollar. Zugleich steigt der Konzern aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit GSK aus und verkauft seine Anteile für 13 Milliarden Dollar.

"Wir haben unsere Transformation zu einem fokussierteren Arzneimittelunternehmen fortgesetzt", liess sich der neue Novartis-Chef Vas Narasimhan in der Mitteilung zitieren. Von dem Verkauf der Joint-Venture-Beteiligung und den geplanten Übernahmen verspricht sich Narasimhan "erhebliche Umsätze, Kapitalerträge und innovative Forschungs- und Entwicklungsplattformen".

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