Sozialproteste

Washingtoner Occupy-Bewegung will Vertreibung vor Gericht verhindern

Aktivisten der Occupy-Bewegung vor dem Weissen Haus

Aktivisten der Occupy-Bewegung vor dem Weissen Haus

Die Aktivisten der Occupy-Bewegung in der US-Hauptstadt Washington wollen mit einem Gerichtsbeschluss ihre Vertreibung aus der Nähe des Weissen Hauses verhindern.

Vertreter der Bewegung reichten einen Antrag auf einstweilige Anordnung ein, die es der Polizei verbieten würde, ihr Zeltlager auf dem McPherson-Platz zu räumen. Die Aktivisten machen darin unter anderem geltend, dass die Polizei nicht über die notwendigen Verfahren verfügt, ihr Eigentum zu beschlagnahmen, zu lagern und später zurückzugeben.

Ausgehend von der Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") in New York hatten sich die Proteste seit Mitte September auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder ausgedehnt. Die Aktivisten prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

Die US-Behörden waren zuletzt verstärkt gegen die Demonstranten vorgegangen und hatten mehrere Protestcamps geräumt. Als Begründung wurde die teils schlechten hygienischen Zustände in den Zeltlagern sowie Sicherheitsprobleme genannt.

Die Washingtoner Bewegung Occupy DC feiert am Sonntag den 100. Tag ihres Bestehens. Für ein weiteres Protestcamp in der US-Hauptstadt auf der Freedom Plaza gibt es bis Ende Februar eine Genehmigung.

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