Tourismus

Warum Promi-Touristen wie Theresa May ihre Ferien in der Schweiz verbringen

Der Stadttourismus dürfte sich in den Sommermonaten besser entwickeln als die Schweizer Alpenregion. (Archivbild)

Der Stadttourismus dürfte sich in den Sommermonaten besser entwickeln als die Schweizer Alpenregion. (Archivbild)

Nicht nur die britische Premierministerin Theresa May liebt es, in der Schweiz Ferien zu machen. Der Cocktail aus Diskretion, Stabilität, sauberer Luft und Ruhe lockt berühmte Menschen in unser Land, seit je. Und sie sind ihrerseits wieder die beste Empfehlung für die Schweiz.

Die britische Premierministerin Theresa May macht es seit 30 Jahren. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde schon dabei erwischt. Und Ex-US-Präsident Bill Clinton erst recht: Ferien in der Schweiz.

Kein Wunder, bedenkt man die atemberaubende Kulisse aus Bergen, Seen und gepflegten Landschaften, den hohen Qualitätsstandard bei Dienstleistungen und Infrastruktur.

Doch die Schweiz hat zusätzlich ein paar ganz besondere Eigenheiten, von denen gerade die Politprominenz sehr angetan sein dürfte: Da ist sicher einmal die Diskretion. Schweizer sind dafür bekannt, stets eine höfliche Distanz zu wahren.

Fast wichtiger aber noch: Unser Kleinstaat ist sicher. In ihm kann man sich bedenkenlos frei bewegen. Die Schweiz wird seit sehr langem verschont von Terrorangriffen. Wie sehr politisch Unsicherheit oder gar Terror das Tourismusgeschäft vermiesen, mussten in diesem Jahr gleich mehrere europäische Anbieter erleben (siehe nachfolgende Box).

Merkel im Engadin

Bundeskanzlerin Angela Merkel fährt seit Jahren über Weihnachten ins Engadin nach Pontresina. Auch die britische Regierungschefin Theresa May bekannte sich zu ihrer Vorliebe für Wanderferien in der Schweiz.

In der britischen Zeitung «Telegraph» beschrieb sie 2007 die Vorzüge der Schweiz so: «Die Aussichten sind spektakulär, die Luft ist sauber, und man hat Ruhe und Frieden.» Nächsten Donnerstag ist es so weit: May wird zwei Wochen Ferien machen in der Schweiz – ein Land ausserhalb der Europäischen Union, wie ihr eigenes vielleicht auch bald.

In kaum einem anderen Land fahren Minister ohne Personenschutz ganz normal im Zug. So wurde letztes Jahr Bundesrat Didier Burkhalter am Bahnhof in Neuchâtel gesichtet, wie er auf dem Handy tippend auf den Zug wartete, um zur Arbeit zu fahren.

International sorgte das Bild des pendelnden Bundesrates für Schlagzeilen – und Bewunderung. Die Schweizerische Polit-Elite wirbt damit nebenbei für sichere Ferien in der Schweiz. Denn auch dank ihr wissen öffentliche Personen wie May, Merkel oder der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, dass sie sich hierzulande auch weiterhin ungestört auf der Strasse bewegen können.

Diese Prominenten verbrachten ihre Ferien in der Schweiz:

Der Cocktail aus Diskretion, Stabilität, sauberer Luft und Ruhe lockt berühmte Menschen in unser Land, seit je. Und sie sind ihrerseits wieder die beste Empfehlung für die Schweiz.

Denn was ist als Werbung unbezahlbarer als ein berühmtes Gesicht beim Skifahren oder Wandern in den Schweizer Bergen. Ob eine britische Premierministerin in Wanderschuhen oder eine Bundeskanzlerin auf einer Langlaufloipe – hochkarätige Gratiswerbung.

Die «Nordwestschweiz» hat Schweiz Tourismus nach der Rolle Prominenter für das Marketing gefragt. Mediensprecherin Véronique Kanel erklärt: «Verbringen international bekannte Persönlichkeiten ihre Ferien bei uns und wird in diesem Zusammenhang positiv über das Tourismusland Schweiz berichtet, spielen sie sicher eine Rolle als Botschafter für die schöne Schweiz.»

Ein Plus also für den vom Franken getroffenen Tourismus – aber kein Grund, auf den Lorbeeren auszuruhen. Die internationale Prominenz könne andere potenzielle Gäste sicher dazu inspirieren, ihre Ferien bei uns zu verbringen, bestätigt Kanel.

Als Hauptmotivation für die Buchung einer Reise in die Schweiz reiche es aber nicht. Entscheidend seien dafür Aspekte wie Angebotsinhalt und Preis-Leistungs-Verhältnis

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