Banken

Warum die Systemrelevanz der ZKB keine neue Politik bedeutet

Die ZKB braucht eine Kaptialaufstockung. (Archiv)

Die ZKB braucht eine Kaptialaufstockung. (Archiv)

«Schon wieder Unruhe im Finanzsystem», mag sich manch einer denken, wenn er hört, dass jetzt auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) als «systemrelevant» eingestuft wird. Was es mit der neuen Einstufung auf sich hat: Ein Kommentar.

Umso mehr, als damit die Erinnerungen an die milliardenschwere Rettungsaktion der UBS und die Diskussionen zum Reizthema «too big to fail» wachgerufen werden.

Doch was wir hier sehen, ist nur die Umsetzung eines bereits bestehenden Gesetzes. Die Bestimmungen zur Systemrelevanz von Finanzinstituten wurden im September 2011 erlassen. Das Ziel: Die Stabilität des schweizerischen Finanzplatzes stärken.

Dabei geht die Schweizerische Nationalbank die helvetische Bankenwelt offenbar der Reihe nach durch. Die Grossbanken wurden bereits im vergangenen Dezember offiziell als systemrelevant eingestuft. Doch das schlug in den Medien keine hohen Wellen, weil das ja sowieso klar war.

Die Klassifizierung der ZKB als systemrelevant ist aufgrund der ganz anders gearteten Ausrichtung der Bank vielleicht schon ein wenig überraschend. Doch wegen der hohen Marktdominanz im inländischen Bankgeschäft und den zentralen Funktionen, die die ZKB dabei ausübt, ist der Entscheid nachvollziehbar. Eine Bank ist für eine Volkswirtschaft nicht nur dann ein Risiko, wenn ihre Bilanzgrössen hinsichtlich einer stark internationalen Ausrichtung das Bruttoinlandprodukt der Schweiz übersteigen. So wie es bei der UBS und der Credit Suisse der Fall ist. Riskant kann es auch werden, wenn die Marktstellung einer Bank im Inland so dominant ist, dass die Grundversorgung im Krisenfall plötzlich ausfallen könnte.

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