Lohnverhandlungen

Warnstreik in Deutschland - Lage normalisiert sich

Warnstreiks im deutschen Bahnverkehr unterbrachen Verbindungen in die Schweiz

Warnstreiks im deutschen Bahnverkehr unterbrachen Verbindungen in die Schweiz

Die Warnstreiks im deutschen Bahnverkehr haben am Dienstagmorgen zum Unterbruch der Strecke zwischen dem badischen Bahnhof in Basel und Freiburg im Breisgau geführt. Der Unterbruch dauerte bis um 9 Uhr. Im Lauf des Morgens normalisierte sich die Lage.

Die deutschen Eisenbahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA beendeten ihre Warnstreiks am Dienstagvormittag. An den Arbeitsniederlegungen im Regionalverkehr beteiligten sich gemäss den Gewerkschaften rund 1600 Eisenbahner. Der Ausstand begann in der Nacht auf Dienstag.

Bestreikt wurden die Regionalverkehrstochter der Deutschen Bahn (DB) sowie mehrere Privatbahnen. Auch wichtige Fernverbindungen waren zeitweise unterbrochen. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass es noch bis in den Abend hinein zu Behinderungen kommen wird.

Geringe Auswirkungen auf die Schweiz

SBB-Sprecher Christian Ginsig sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, die internationalen Züge auf der Strecke zwischen Basel Badischer Bahnhof und Freiburg (D) seien ausgefallen, weil auch die Stellwerke bestreikt wurden. Die anderen Grenzübergänge in Lindau Richtung München und in Schaffhausen Richtung Singen/Stuttgart waren vom Streik nicht betroffen.

Nach dem Ende des Streiks gab es in der Schweiz gewisse Verzögerungen, bis der Verkehr wieder fahrplanmässig lief. Ginsig gab an, die Verspätungen oder Ausfälle von Zügen aus Deutschland in die Schweiz dürften sich über den ganzen Tag hinziehen.

Die Auswirkungen auf den innerschweizerischen Schienenverkehr hielten sich nach Angaben Ginsigs in Grenzen. Die SBB ersetzte IC-Züge der DB von und nach Deutschland mit eigenem Rollmaterial, was zu geringfügigen Verspätungen führte.

Keine neuen Streiks bis Freitag

Der Chef der Eisenbahnergewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, sagte, bis zum nächsten Verhandlungstermin mit der Deutschen Bahn am Freitag werde es "höchstwahrscheinlich" keine weiteren Streiks mehr geben.

Hintergrund für die Warnstreiks sind die festgefahrenen Verhandlungen der Gewerkschaften mit der Deutschen Bahn und deren Privatkonkurrenz über einen Branchenlohnvertrag.

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