Industrie

Walter Fust erhöht Beteiligung an Drehmaschinen-Hersteller

Walter Fust, Gründer der Haushaltgerätefirma Fust und ehemaliger Jelmoli-Patron (Archiv)

Walter Fust, Gründer der Haushaltgerätefirma Fust und ehemaliger Jelmoli-Patron (Archiv)

Walter Fust baut seine Beteiligung am Drehmaschinen-Hersteller Tornos weiter aus. Gemäss einer Offenlegungsmeldung vom Dienstag stieg sein Anteil auf 15,05 Prozent, nachdem er im August das Überschreiten der Meldeschwelle von 10 Prozent gemeldet hatte.

Fust ist Verwaltungsratspräsident beim St. Galler Fräsmaschinen-Bauer StarragHeckert. Sein Tornos-Engagement ist damit nicht nur finanzieller Natur. Fust erklärte gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP: "Es besteht ein gewisses Interesse an einer losen Zusammenarbeit mit StarragHeckert, dies würde Sinn machen."

Fust geht es darüber hinaus um eine Zusammenarbeit mit weiteren Schweizer Werkzeugmaschinenbauern. Er nennt als Beispiele Mikron, Adval Tech, Feintool oder AgieCharmilles, die Werkzeugmaschinensparte von Georg Fischer.

Synergien könnten gemäss Fust über den Einkauf dank höherer Volumina gewonnen werden. Aber auch im internationalen Vertrieb sieht er Möglichkeiten - in Fernost, speziell in China und Indien sowie in Russland.

"Jedes der einzelnen Unternehmen ist zu klein, um beispielsweise einen Kundendienst in China zu betreiben." StarragHeckert etwa sei stark in China, Tornos aber nicht, führte Fust aus. Als weiteres Problem für die Maschinenindustrie hebt er die Währungssituation hervor. Diese sei für Tornos ein grosses Problem.

Einen Sitz im Verwaltungsrat von Tornos strebt der 68-jährige Fust nicht an. Er sei wohl aus Altersgründen nicht mehr wählbar. Der Gründer der Haushaltgerätefirma Fust und ehemalige Jelmoli-Patron verweist aber auf die anstehende Zuwahl von Frank Brinken, dem Konzernchef von StarragHeckert, in den VR von Tornos.

Die Schweizer Börse reagierte am Dienstagmorgen erfreut auf das Engagement Fusts. Die Tornos-Aktie kletterte bis 11 Uhr gegenüber dem Schlusskurs vom Montag um 5 Prozent auf 11.50 Franken.

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