Die Zahl von 300 Millionen berichten zuerst amerikanische Medien auf der Grundlage eines Reports, den GE bei der amerikanischen Börsenaufsicht einreichen musste.

Das gesamte Paket setzt sich so zusammen: Culp wird vier Jahre lang jährlich ein Fixsalär von 2,5 Millionen Dollar erhalten. Dazu kommt ein Bonus von jährlich 3,75 Millionen. Damit erhält Culp schon einmal 6,25 Millionen Dollar.

Doch damit nicht genug. Er erhält zusätzlich für diese vier Jahre jedes Jahr ein Aktienpaket, das mit rund 15 Millionen Dollar bewertet wird. Das macht dann 21 Millionen Dollar für jedes Jahr und zwar vier Jahre lang, ergibt: 84 Millionen Dollar.

An das richtig grosse Geld gelangt Culp, wenn die Aktie einen bestimmten Preis erreicht. Die Bewertung müsste um 50 Prozent nach oben klettern und dieses Niveau dann im Mittel eine Zeit lang halten: während dreissig Handelstagen von heue bis im Jahr 2022. Als Ausgangspreis nimmt GE die durchschnittliche Bewertung in den dreissig Tagen vor dem Amtsantritt von Larry Culp am 1. Oktober 2018, wie GE dem Wall Street Journal bestätigte.

Wird diese Bewertungs-Schwelle erreicht, dann tritt das Extrabonus-Paket in Kraft. Culps 2,5 Millionen Aktien wären dann je 18.60 Dollar wert, total also 46,5 Millionen Dollar. Stiege der GE-Titel noch höher, und schafft eine Aufwertung von 150 Prozent während 30 Handelstagen, dann würde das Extrabonus-Paket noch grösser.

Culp erhielte dann 7,5 Millionen Aktien, die dann je 31 Dollar wert hätten – und Culp erhielte 232,5 Millionen Dollar erhalten.  Zusammen mit den anderen 84 Millionen an Fixsalär und Bonus käme Culp auf rund 300 Millionen Dollar.

General Electric rechtfertigte das Entschädigungspaket gegenüber dem Wall Street Journal. Fast 90 Prozent davon seien Boni und Aktienauszahlungen, womit Culps Lohn stark verknüpft sei mit der Rendite für die Aktionäre.

Um „Larry“ für den Posten zu gewinnen, habe der Veraltungsrat ein Paket zusammengestellt, das stark an seine Leistung für das Unternehmen gebunden sei.