Die Waadtländer Regierung stellte am Mittwoch in Lausanne vor den Medien die Resultate der Untersuchung vor. Demnach hat sich Broulis stets gesetzeskonform gehandelt.

Dem Waadtländer Staatsrat war im Frühjahr nach Berichten in den Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Dem FDP-Politiker wurde vorgeworfen, er betreibe Steueroptimierung. Er bezahle zwei Drittel seiner Steuern in Sainte-Croix im Waadtländer Jura und einen Drittel in Lausanne, wo er mit seiner Frau wohnt und wo sein Sohn zu Schule geht.

Zu reden gaben auch die Abzüge für Transportkosten, für die Broulis 15'000 Franken geltend machte. Die Affäre löst eine Vertrauenskrise in der Waadtländer Regierung aus.