Auto-Krise

VW zahlt 4,2 Prozent mehr Lohn - Arbeitskampf abgewendet

VW wendet Arbeitskampf erfolgreich ab (Archiv)

VW wendet Arbeitskampf erfolgreich ab (Archiv)

Der Auto-Konzern Volkswagen hat sich mit der IG Metall auf einen Tarifvertrag geeinigt und so Warnstreiks abgewendet. Der Konzern zahlt den rund 95'000 Beschäftigten der sechs westdeutschen VW-Werke ab Januar die von der Gewerkschaft geforderten 4,2 Prozent mehr Lohn.

Zusätzlich gibt es Einmalzahlungen von zusammen 710 Euro sowie ab 2011 einen leistungsabhängigen Aufschlag von durchschnittlich 100 Euro monatlich, wie VW mitteilte. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 18 Monate.

Für den Fall, dass kein Abschluss zustande kommen würde, hatte die Gewerkschaft IG Metall bereits mit Warnstreiks gedroht. Nun zeigte sich der Verhandlungsführer zufrieden: Das Ziel sei erreicht worden. Auch der VW-Verhandlungsführer äusserte sich positiv.

Für die nächsten zwei Jahre garantiert Volkswagen die Schaffung von jährlich 1250 Ausbildungsplätzen und grundsätzlich die Übernahme der Ausgebildeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Die Übernahme erfolgt in Zukunft aber nach Leistungskriterien, was das starre System ersetzt, wonach 85 Prozent übernommen werden.

Europas grösster Auto-Konzern VW profitierte in diesem Jahr zwar mehr als andere Hersteller von der Abwrackprämie. Für das nächste Jahr rechnet die Branche aber mit einem Absatzeinbruch.

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