Autoindustrie

VW ruft weltweit 2,6 Millionen Autos in die Werkstatt zurück

Ein Arbeiter kontrolliert einen VW Tiguan in Wolfsburg (Archiv)

Ein Arbeiter kontrolliert einen VW Tiguan in Wolfsburg (Archiv)

Europas grösster Autobauer Volkswagen (VW) sieht sich mit einem der grössten Rückrufe in der Konzerngeschichte konfrontiert. Weltweit gebe es «Qualitätsprobleme» bei rund 2,6 Millionen Fahrzeugen, teilte VW am Donnerstag mit.

Es gehe zum einen um 239'000 Geländewagen der Marke Amarok, die wegen möglicherweise undichten Kraftstoffleitungen zurückgerufen werden müssen. In der Schweiz sind 1815 Fahrzeuge betroffen, wie der Pressesprecher von VW Schweiz, Livio Piatti, sagte.

Die Kraftstoffleitungen müssten mit einem Scheuerschutz verstärkt werden. Die Halter würden demnächst informiert, sagte Piatti.

Nebst den Geländewagen müssen auch weltweit 800'000 Tiguan-Modelle wegen Reparaturen am Licht zurück in die Werkstätten. Die Sicherungen können überhitzen und müssen deshalb ausgetauscht werden.

In der Schweiz sind 12'699 Halter dieses Kompakt-SUVs betroffen. Ob die Fahrzeuge zurückgerufen würden, oder lediglich eine Werkstattaktion innerhalb eines zeitlich begrenzten Rahmens durchgeführt werden müsse, werde derzeit noch abgeklärt, sagte Piatti weiter.

Darüber hinaus meldete VW am Donnerstag, einen Ölwechsel für weltweit alle Fahrzeuge mit 7-Gang Doppelkupplungsgetrieben anzubieten, die mit synthetischem Öl befüllt sind. Tests hätten ergeben, dass mit Mineralöl weniger Komplikationen auftauchen. Diese Aktion sei freiwillig. Es handelt sich dabei gemäss Firmenangaben um 1,6 Millionen Autos über fünf Konzernmarken hinweg.

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