Das meistverkaufte Auto der Schweiz ist? Klar, der VW Golf. Doch schon bei der Nummer zwei dürften die meisten daneben liegen. Oder hätten Sie auf den Skoda Octavia getippt? Mit 11 721 Neuzulassungen im letzten Jahr liegt das Modell knapp hinter dem Platzhirsch aus Wolfsburg mit 11 988 neuzugelassenen Exemplaren.

Abgeschlagen folgen mit dem Polo (6516) und dem Tiguan (6434) zwei weitere VW-Modelle. Das geht aus Zahlen des Branchenverbands Auto Schweiz hervor.

Da auch noch der Touran und der Passat von VW, sowie der Audi A3 und der Skoda Fabia in den Top 10 vertreten sind – sowohl Skoda als auch Audi gehören zum Volkswagen-Konzern – sind mit der C-Klasse von Mercedes und dem 2er-BMW lediglich zwei Modelle in der Bestenliste, die nichts mit Volkswagen zu tun haben. Auf den ersten Nicht-Europäer muss man lange warten: erst auf Rang 20 kommt der Hyundai Tucson.

VW dominiert die Schweiz

Die Dominanz der Volkswagen-Gruppe auf Schweizer Strassen ist deutlich: allein die Marke VW hat einen Marktanteil von 13,3 Prozent. Zwar wurden 2016 ein paar Autos weniger neuzugelassen als im Jahr zuvor. Das Stück vom Schweizer Kuchen, welches sich die Wolfsburger einverleibten, war jedoch um 0,3 Prozentpunkte grösser.

Rechnet man die Marken dazu, die zum VW-Konzern gehören, wird es gar dramatisch: Mit fast 100 000 neuzugelassenen Autos kommen VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche auf einen gemeinsamen Marktanteil von mehr als 30 Prozent.

Jetzt auch weltweit spitze

Die Schweiz ist, genau wie Deutschland, freilich nicht repräsentativ für den globalen Automarkt. Doch hat der Weltmarkt seit gestern eines mit jenem in der Schweiz gemein: VW steht an der Spitze — wenn auch mit wesentlich geringerem Abstand.

Erstmals seit fünf Jahren haben die Wolfsburger mehr Neuwagen verkauft als Konkurrent Toyota. Trotz Dieselskandal setzte VW im vergangenen Jahr 10,3 Millionen Autos ab. Toyota meldete gestern 10,18 Millionen verkaufte Fahrzeuge im 2016.

In der Schweiz spielt Toyota eine untergeordnete Rolle. Nach VW mit seinen 13,3 Prozent Marktanteil folgen zuerst BMW (7,8 Prozent), Mercedes (7,5), Skoda (6,6), Renault (4,5), Opel (4,2), Ford (4,1). Toyota mit seinen 3,3 Prozent Marktanteil teilt sich den achten Platz mit Peugeot.

Insgesamt wurden 2016 schweizweit 1,2 Prozent weniger Autos verkauft als noch im Jahr zuvor. Während die Mittelklasse zulegte, harzten die Absätze an den beiden Enden des Spektrums: Bei Luxus-Autos und Kleinwagen sanken die Neuzulassungen um acht, respektive zehn Prozent.